Der deutsche Botschafter Alexander Graf Lambsdorff wurde ins russische Außenministerium einbestellt. Diese Maßnahme folgt einem Treffen des CDU-Politikers Roderich Kiesewetter mit Achmed Sakajew, einem als Terroristen eingestuften Separatistenführer. Die Vorwürfe aus Moskau belasten die ohnehin angespannten deutsch-russischen Beziehungen.
Das Auswärtige Amt in Berlin bezeichnete die Einbestellung als „völlig haltlose Maßnahme“. Lambsdorff erklärte, dass er der Einbestellung „selbstverständlich Folge leisten“ werde. Dies ist nicht das erste Mal, dass er in den Fokus der russischen Regierung gerät; bereits im Juni 2026 erhielt er eine Einbestellung wegen der angeblichen Verfolgung russischer Journalisten in Deutschland.
Kiesewetter bestätigte das Treffen mit Sakajew und wies die russische Kritik zurück. „Der Terrorstaat Russland sieht Sakajew als Feind, weil er die Ukraine im Verteidigungskampf unterstützt“, sagte Kiesewetter. Dies verdeutlicht die politischen Spannungen, die seit dem Ukraine-Konflikt zwischen den beiden Ländern bestehen.
Die Beziehungen zwischen Moskau und Berlin sind seit der russischen Offensive in der Ukraine auf dem Tiefpunkt. Die russischen Vorwürfe wurden von einer Sprecherin des Auswärtigen Amts als „völlig unbegründet“ bezeichnet. Dennoch bleibt unklar, wie Russland auf diese Situation reagieren wird.
Die „Tschetschenische Republik Itschkerien“ wurde im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion gegründet und wird von der Ukraine unterstützt, jedoch international nicht anerkannt. Diese geopolitische Lage trägt zur Komplexität der Situation bei.
Beobachter erwarten, dass die Spannungen zwischen Deutschland und Russland weiter zunehmen könnten. Das russische Außenministerium warnte bereits vor möglichen Konsequenzen für „russlandfeindliche Schritte“. In diesem Kontext bleibt abzuwarten, welche nächsten Schritte sowohl Berlin als auch Moskau unternehmen werden.