Die Boeing 787 Dreamliner steht erneut im Fokus aufgrund einer Pannenserie bei United Airlines, die Fragen zur Qualitätskontrolle aufwirft. Im April 2026 führte United Airlines eine neue Boeing 787-9 mit 222 Sitzplätzen ein.
Die Maschine mit der Registrierung N61101 hatte ihren Erstflug am 22. April 2026. Nur wenige Tage später, am 28. April, wurde das Flugzeug während eines Testflugs für 48 Minuten festgesetzt. Innerhalb von fünf Tagen musste es zweimal am Boden bleiben.
Diese Vorfälle reihten sich in eine längere Geschichte von Problemen rund um den Boeing 787 Dreamliner ein. Am 12. Juni 2025 stürzte eine Boeing 787-8 der Air India ab, was die Aufmerksamkeit der Federal Aviation Administration (FAA) auf die gesamte Flotte lenkte.
In Reaktion auf die Vorfälle ordnete die FAA an, dass 900 Boeing 787 Dreamliner weltweit einer dringenden Inspektion unterzogen werden müssen. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass alle Maschinen den Sicherheitsstandards entsprechen.
Lufthansa betreibt seit Oktober 2025 Boeing 787-9 Dreamliner ab dem Flughafen Frankfurt. Bis Ende 2027 plant Lufthansa, insgesamt 29 dieser Flugzeuge in Betrieb zu nehmen.
Ethiopian Airlines bestellte am 1. Mai 2026 sechs weitere Boeing 787-9 Dreamliner und hat bereits die größte Dreamliner-Flotte Afrikas. Mesfin Tasew, CEO von Ethiopian Airlines, erklärte: „Die Umwandlung der Optionen für sechs Boeing 787-9 Dreamliner in eine feste Bestellung ist für uns ein stolzer Moment.“
Trotz der positiven Entwicklung gibt es weiterhin Bedenken hinsichtlich der neuen Polaris-Studio-Kabine und ihrer Treibstoffeffizienz bei Langstreckenflügen. Ob die Ursachen beider Vorfälle bei United Airlines zusammenhängen oder auf Kinderkrankheiten der neuen Kabinenkonfiguration zurückzuführen sind, bleibt unklar.
Anbessie Yitbarek von Ethiopian Airlines betonte: „Wir sind stolz darauf, dass Ethiopian Airlines weiterhin auf den 787 Dreamliner setzt, um das Rückgrat ihrer Flotte zu bilden, während sie ihre Operationen erweitern und modernisieren.“ Diese Entwicklungen könnten entscheidend für die Zukunft des Modells sein.