Dürre in Deutschland erreicht alarmierende Ausmaße

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Die Dürre in Deutschland hat bereits jetzt alarmierende Ausmaße erreicht, die normalerweise erst im Hochsommer zu beobachten sind. Die Böden in Deutschland sind so trocken wie sonst im Hochsommer. Diese Situation stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit dar.

Im Dezember 2022 fielen nur 22 Liter pro Quadratmeter Niederschlag, was 40 Prozent des üblichen Niederschlags entspricht. In der ersten Aprilhälfte 2023 registrierten viele Messstationen weniger als 7 Millimeter Regen, was 41 Prozent der üblichen Menge ausmacht. Diese extrem niedrigen Niederschlagswerte erhöhen die Waldbrandgefahr erheblich.

In mehreren Bundesländern, darunter Sachsen, Brandenburg und Thüringen, herrscht die höchste Dürre-Stufe. Die Trockenheit zieht sich mittlerweile über viele Monate und betrifft weite Teile Deutschlands.

Schlüsseldaten zur Dürresituation:

  • 936 von 1435 NUTS-3-Regionen in Europa erlebten zwischen 2015 und 2024 extreme bis außergewöhnliche Sommerdürre.
  • 70 Prozent der Flüsse in Europa führten weniger Wasser als im langjährigen Mittel.
  • Im Jahr 2025 erlebten Deutschland und Frankreich einige der schlimmsten Waldbrandsaisons, die jemals verzeichnet wurden.

Shouro Dasgupta vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung betont: „Das Signal ist eindeutig.“ Die Kulturen, die am anfälligsten für wiederkehrende Dürren sind, sind vor allem mediterrane Grundnahrungsmittel. Diese Entwicklungen werfen ernsthafte Fragen über den Einfluss des Klimawandels auf die Landwirtschaft auf.

Die Dürresituation wird voraussichtlich anhalten, da sich der Klimawandel weiter verstärkt. Die Prognosen deuten darauf hin, dass solche Extremereignisse zunehmen werden und somit auch die Herausforderungen für die Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit steigen.

Stefan Hoffmann

Stefan berichtet über Technologie, Wissenschaft und Innovation aus der ganzen Welt.