Die Ukraine hat den Ostseehafen Primorsk angegriffen, um den Öltransport zu stören und Sanktionen gegen Russland zu verstärken. In diesem Zusammenhang haben die ukrainischen Streitkräfte mehr als 60 Drohnen über der nordwestlichen Region Leningrad eingesetzt.
Primorsk ist ein zentraler Knotenpunkt für die russischen Ölexporte. Üblicherweise exportiert der Hafen weit über eine Million Barrel Rohöl und Diesel täglich. Trotz des Angriffs ist jedoch kein Öl ausgelaufen, und das durch das Feuer ausgelöste Chaos wurde inzwischen unter Kontrolle gebracht.
Zusätzlich griffen die ukrainischen Streitkräfte zwei Tanker der russischen Schattenflotte am Eingang zum Schwarzmeerhafen Noworossijsk an. Wolodymyr Selenskyj kommentierte die Situation: „Diese Tanker wurden aktiv für Öltransporte genutzt – jetzt nicht mehr.“
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Schiff „Jin Hui“, das von Schweden gestoppt wurde, weil es verdächtigt wird, zur Schattenflotte zu gehören. Carl-Oskar Bohlin äußerte sich dazu: „Das Schiff namens ‚Jin Hui‘ steht unter Verdacht, unter falscher Flagge zu fahren.“
Die schwedischen Behörden haben in letzter Zeit wiederholt Schiffe gestoppt, die zur russischen Schattenflotte gehören. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den illegalen Öltransport zu unterbinden und die Auswirkungen der internationalen Sanktionen gegen Russland zu verstärken.
Die Situation bleibt angespannt, da weitere Angriffe oder Gegenmaßnahmen nicht ausgeschlossen sind. Die ukrainischen Streitkräfte scheinen entschlossen, ihre Offensive fortzusetzen und den Druck auf die russische Marine zu erhöhen.