Newcastle United hat die Verpflichtung von Matthias Jaissle als neuen Cheftrainer offiziell bekannt gegeben. Der deutsche Trainer tritt damit die Nachfolge von Eddie Howe an, der zuvor seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte. Jaissle kommt nach einer erfolgreichen Zeit bei Al-Ahli zu den „Magpies“ und wird künftig auch mit dem deutschen Nationalspieler Nick Woltemade zusammenarbeiten.
Die Verpflichtung von Jaissle markiert ein neues Kapitel für Newcastle und den deutschen Stürmer Woltemade. Der Verein gab bekannt, dass sich Jaissle in einem intensiven und vertraulichen Auswahlverfahren als klarer Wunschkandidat durchgesetzt hat. Der deutsche Trainer gilt als einer der vielversprechendsten Trainer in Europa.
Jaissles beeindruckende Erfolge
Jaissle bringt eine beeindruckende Erfolgsbilanz mit nach England. Mit Al-Ahli gewann er zweimal die asiatische Champions League. Zuvor holte er mit Red Bull Salzburg das Double aus Meisterschaft und Pokal und wurde zweimal österreichischer Meister. Er führte Red Bull Salzburg zudem erstmals in der Vereinsgeschichte in die K.o.-Runde der Champions League.
Bereits mit 33 Jahren übernahm Jaissle Red Bull Salzburg als Chefcoach und feierte dort sofort Erfolge. Im Jahr 2023 wechselte er zu Al-Ahli nach Saudi-Arabien, wo er die Mannschaft schnell zu einem Spitzenteam in Asien formte und den Klub direkt in die AFC Champions League führte. Unter seiner Leitung gewann Al-Ahli zweimal nacheinander die asiatische Königsklasse, wodurch er der erste Trainer wurde, dem dieses Kunststück gelang.
David Hopkinson, Geschäftsführer von Newcastle, äußerte sich positiv über die Neuverpflichtung: „Matthias ist einer der spannendsten und angesehensten jungen Trainer im Fußball, und ich freue mich sehr, ihn bei Newcastle United willkommen zu heißen.“ Hopkinson betonte, dass Jaissles Fähigkeit, Teams weiterzuentwickeln und Titel zu gewinnen, überzeugt habe. Auch Sportdirektor Ross Wilson lobte die Spielidee des neuen Trainers, die für intensiven, energiegeladenen Fußball und eine klare sportliche Identität stehe.
Die Herausforderung bei Newcastle
Für seine neue Position bei Newcastle greifen die „Magpies“ Medienberichten zufolge tief in die Tasche. Da Jaissles Vertrag beim saudischen Klub Al-Ahli noch lief, wird eine Ablösesumme von rund elf Millionen Euro gezahlt. Jaissle unterschreibt im Nordosten Englands wohl einen langfristigen Vertrag bis 2030.
Jaissle selbst äußerte sich geehrt über seine neue Aufgabe: „Es ist eine unglaubliche Ehre, Cheftrainer von Newcastle United zu werden. Dies ist einer der größten Vereine im europäischen Fußball mit einer einzigartigen Geschichte, Identität und Fangemeinde, und ich freue mich darauf, diese Leidenschaft und Verbundenheit hautnah zu erleben.“ Der ehemalige Bundesliga-Profi tritt sein neues Amt sofort an, und sein Trainerteam bei den „Magpies“ soll in Kürze bekannt gegeben werden.
Bei Newcastle übernimmt Jaissle eine Mannschaft mit großen Ambitionen, die jedoch auch einige Herausforderungen mit sich bringt. In der vergangenen Saison belegte Newcastle nur den zwölften Platz in der Premier League, erreichte aber das Achtelfinale der Champions League, wo sie gegen den FC Barcelona ausschieden. Der Klub hat im Sommer bereits wichtige Spieler verloren, darunter Sandro Tonali, der zu Manchester City wechselte, und Anthony Gordon. Zudem steht Mittelfeld-Star Bruno Guimarães kurz vor einem Wechsel zum FC Arsenal.
Für Nick Woltemade bedeutet der Trainerwechsel eine spannende neue Situation. Der deutsche Angreifer, der kürzlich zu Newcastle wechselte, trifft nun auf einen Landsmann an der Seitenlinie. Jaissle gilt als Trainer, der jungen Spielern viel Vertrauen schenkt. In Newcastle soll er nun den nächsten Schritt machen und die „Magpies“ wieder dauerhaft in Richtung Champions-League-Plätze führen.
Jaissle ist aktuell der vierte deutsche Trainer im englischen Oberhaus. Neben ihm sind auch Fabian Hürzeler bei Brighton, Daniel Farke bei Leeds United und Marco Rose beim AFC Bournemouth in der Premier League tätig. Vor ihnen waren bereits Trainer wie Jürgen Klopp, Thomas Tuchel und Ralf Rangnick in England tätig.
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