Werder Bremen sucht nach Verstärkung im Sturm
Der SV Werder Bremen intensiviert seine Bemühungen, einen neuen Stürmer zu verpflichten. Aktuellen Berichten zufolge haben die Grün-Weißen Tomas Bobcek von Lechia Gdansk ins Visier genommen und sollen bereits in Verhandlungen mit dem Verein stehen. Das polnische Portal „meczyki.pl“ berichtete über dieses Interesse.
Tomas Bobcek, ein 24 Jahre alter Mittelstürmer, war in der vergangenen Saison mit 20 Treffern der erfolgreichste Torschütze in Polens erster Liga. Im November absolvierte der Slowake seine ersten beiden Länderspiele für sein Heimatland. Ein Transfer könnte jedoch kostspielig werden, da sein Marktwert auf acht Millionen Euro geschätzt wird und Spekulationen sogar eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro nennen. Für Werder Bremen wäre eine solche Verpflichtung ohne vorherige teure Abgänge in der Regel schwer zu stemmen.
Dem Vernehmen nach hatte Werder Bremen Tomas Bobcek bereits in der Vergangenheit beobachtet. Die polnische Liga erweist sich für die Bremer als interessanter Markt. In diesem Sommer verpflichtete der Bundesligist bereits Oskar Wojcik, einen Verteidiger aus dem Nachbarland. Auch damals hatte „meczyki.pl“ zuerst über den Transfer berichtet. Zudem stehen mit Dariusz Stalmach und Dawid Kownacki zwei weitere polnische Spieler bei Werder unter Vertrag.
Weitere Transferaktivitäten und Gerüchte
Neben der Stürmersuche sind die Transferplanungen des SV Werder Bremen vielschichtig. Es gibt Berichte über ein Interesse an Willem Geubbels vom FC Paris. Laut Sebastien Denis, Chefredakteur des Portals „Foot Mercato“, sollen die Bremer wegen des 1,86 Meter großen Mittelstürmers angefragt haben. Geubbels darf den Verein verlassen, da der FC Paris nach zwei Verstärkungen ein Überangebot in der Offensive hat.
In der abgelaufenen Saison erzielte Willem Geubbels fünf Tore in 24 Saisonspielen. Im Vorsommer wurde er für neun Millionen Euro vom Schweizer Club FC St. Gallen verpflichtet, nachdem er in der Saison 2024/25 14 Tore und drei Vorlagen in 31 Liga-Spielen beigesteuert hatte. Sein Marktwert ist auf fünf Millionen Euro gesunken. Ein Transfer zu Werder Bremen wäre jedoch nur mit vorherigen Transfereinnahmen realisierbar. Neben Werder werden auch die italienischen Vereine US Lecce und Cagliari Calcio sowie ein nicht namentlich genannter spanischer Spitzenclub mit Geubbels in Verbindung gebracht.

Auch in der Abwehr könnte es bei Werder Bremen zu Veränderungen kommen. Der türkische Journalist Ertan Süzgün berichtete, dass der SVW neben dem FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach an Felix Uduokhai von Besiktas Istanbul interessiert sein soll. Es habe bereits Gespräche über eine mögliche Trennung des 28-Jährigen von seinem türkischen Club gegeben. Uduokhai, der einst für den VfL Wolfsburg und den FC Augsburg in der Bundesliga spielte und 2020 für die deutsche A-Nationalmannschaft nominiert wurde, wechselte im Sommer 2024 für rund fünf Millionen Euro nach Istanbul. Nach 26 Pflichtspiel-Einsätzen in seiner Debütsaison kam er in der vergangenen Spielzeit nur noch auf 15 Partien in der Süper Lig. Der 1,93 Meter große Abwehrspieler kann in der Innenverteidigung, auf der linken Abwehrseite und im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Sein Marktwert wird auf 3,5 Millionen Euro geschätzt.

Im Mittelfeld sucht Werder Bremen ebenfalls nach Verstärkung. Eine Spur führt nach Portugal, wo laut dem britischen Medium „The Daily Telegraph“ Jordan Holsgrove von GD Estoril beobachtet wird. Der 26-jährige Schotte ist im defensiven Mittelfeld zu Hause, kann aber auch als Achter spielen. Mit einem Marktwert von fünf Millionen Euro könnte er eine Alternative zu Cameron Puertas sein, dessen feste Verpflichtung nach der Leihe aktuell nicht zu stemmen ist. Jordan Holsgrove spielt seit vier Jahren in Portugals höchster Spielklasse und verpasste in der vergangenen Spielzeit lediglich eine Partie aufgrund einer Gelbsperre. Er erzielte einen Treffer und lieferte acht Assists.

Des Weiteren plant Werder Bremen, den Vertrag mit Außenverteidiger Felix Agu zu verlängern. Auch eine Vertragsverlängerung mit Romano Schmid, dessen Vertrag im kommenden Sommer endet, wird vorbereitet, wobei ein Millionen-Angebot im Raum steht. Die Zukunft von Mannschaftsführer Marco Friedl ist ebenfalls ein Thema, da Trainer Daniel Thioune ein klares Kapitäns-Signal an den Österreicher gesendet hat.
Source: deichstube.de