Bärbel Bas gesteht ein, dass sie bei der Reform des Sozialstaats auf der Bremse steht, um eine gründliche Vorbereitung zu gewährleisten. Die SPD-Vorsitzende plant eine Neuregelung des Arbeitszeitgesetzes mit einer wöchentlichen Obergrenze für die Arbeitszeit.
Wichtige Fakten zur Reform:
- Die Grundsicherung, das Wohngeld und der Kinderzuschlag sollen in ein einheitliches System überführt werden.
- Die Reform der Grundsicherung tritt am 1. Juli in Kraft.
- Ziel der Reform ist es, dass Menschen mit Leistungsansprüchen nur noch eine Anlaufstelle haben.
- Ein Konzept für die Reform soll bis Herbst 2026 stehen.
- Die Gesetzgebung zur Reform soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Bisher lebten etwa 5 Millionen Menschen im bisherigen Bürgergeld-System. Dies zeigt den Umfang der notwendigen Änderungen. Bärbel Bas betont: „Das ist Arbeiten unter Hochdruck.“
Die Reform zielt darauf ab, mehr Menschen in Arbeit zu bringen und schnellere Leistungskürzungen bei fehlender Mitwirkung einzuführen. Der Kinderzuschlag wird künftig bereits ab einem Alter von 14 Monaten als zumutbar für Mütter angesehen.
Bärbel Bas erklärte: „Ich stehe in der Tat auf der Bremse, weil ich es vernünftig machen will.“ Diese Aussage verdeutlicht die Balance zwischen Dringlichkeit und Sorgfalt in diesem komplexen Prozess.
Experten sehen die Verzögerungen jedoch kritisch und fordern einen schnelleren Fortschritt bei den notwendigen Reformen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Bundesagentur für Arbeit fordern mehr Tempo bei der Umsetzung dieser wichtigen Maßnahmen.