Biontech plant die Schließung mehrerer Standorte in Idar-Oberstein, Marburg, Singapur und Tübingen und könnte bis zu 1.860 Stellen streichen. Diese drastischen Maßnahmen erfolgen, während die Unternehmensgründer Ugur Sahin und Özlem Türeci das Unternehmen verlassen.
Wichtige Fakten:
- Biontech will bis 2029 rund 500 Millionen Euro einsparen.
- Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Biontech einen Verlust von 532 Millionen Euro.
- Die BioNtech-Aktie fiel nach der Ankündigung der Standortschließungen um mehr als fünf Prozent.
- Biontech rechnet mit geringeren Umsätzen aus dem Geschäft mit Covid-19-Impfstoffen.
Die Entscheidung zur Schließung folgt auf eine schwierige finanzielle Lage des Unternehmens, das im vergangenen Jahr mit einem Milliardenverlust abgeschlossen hat. Die Übernahme von CureVac durch Biontech wurde im Dezember 2025 vollzogen, was möglicherweise zur aktuellen Situation beigetragen hat.
Ingmar Hoerr äußerte sich kritisch: „Ich finde es total unlauter. Das ist fast schon Trickserei, meiner Meinung nach…“ Diese Äußerung unterstreicht die Kontroversen rund um die Unternehmensstrategie und die Auswirkungen auf Mitarbeiter und Standorte.
Frank Frühauf bezeichnete die Schließungen als „Hiobsbotschaft für Idar-Oberstein“, während Roland Strasser anmerkte: „Jetzt wird skrupellos Produktion geopfert, um die Aktionäre zu beeindrucken.“ Solche Reaktionen zeigen den Widerstand gegen die Entscheidungen des Unternehmens.
Aktuell stehen Biontech noch etwa 17 Milliarden Euro an liquiden Mitteln zur Verfügung. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich diese radikalen Maßnahmen auf die Zukunft des Unternehmens auswirken werden.