„Ich habe gedacht, dass das ein Hobby ist. Und ich will das auch als Hobby behalten.“ Mit diesen Worten beschreibt Roland Emmerich seine neue Vision für das Filmemachen, die Künstliche Intelligenz einbezieht. Der deutsche Filmemacher, bekannt für seine Katastrophenfilme, plant, einen Film zu produzieren, der vollständig auf KI-Technologie basiert.
Emmerich lebt seit 36 Jahren in Amerika und hat damit mehr Zeit dort verbracht als in Deutschland. Er hat ein Haus in London und zieht es vor, nicht nach Deutschland zurückzukehren. Dennoch hält er zusammen mit seinem Ehemann weiterhin deutsche Pässe.
Sein bekanntestes Werk ist „Independence Day“, das vor 30 Jahren veröffentlicht wurde. Diese Erfolge haben ihn zu einem festen Bestandteil von Hollywood gemacht. Doch in den letzten Jahren hat er festgestellt, dass es schwieriger geworden ist, politische Filme zu drehen – insbesondere während der Präsidentschaft von Donald Trump.
„Wenn Trump den Weltkrieg anfängt, dann … (lange Pause) wie auch immer“, äußerte Emmerich kürzlich und zeigte damit seine Bedenken über die gegenwärtige politische Landschaft. Er wird auch als Hauptredner beim OMR Festival in Hamburg auftreten, das voraussichtlich rund 70.000 Besucher anziehen wird.
Die Entscheidung, Künstliche Intelligenz für seinen nächsten Film zu nutzen, könnte eine Revolution im Filmemachen darstellen. Bislang hat Emmerich KI nicht in seinen Produktionen verwendet und sieht dies als eine neue Herausforderung und Möglichkeit.
Sein Lieblingsfilm ist „Anonymus“ aus dem Jahr 2011 und zeigt sein Interesse an komplexen Geschichten. Ob sein neuer Ansatz mit KI die gleiche Resonanz finden wird wie seine früheren Werke, bleibt abzuwarten.
Das OMR Festival wird eine Plattform bieten, um über diese Entwicklungen im Filmemachen zu diskutieren und die Rolle von Technologie in der Zukunft des Films zu erforschen.