Drei Passagiere, darunter ein Deutscher, starben nach einem mutmaßlichen Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff, das in Kap Verde nicht anlegen darf. Insgesamt waren 149 Insassen an Bord der MV Hondius, darunter 88 Passagiere und 70 Crewmitglieder.
Ein Passagier wurde positiv auf Hantavirus getestet und befindet sich in kritischem Zustand auf der Intensivstation in Johannesburg. Die Situation wird als ernst beschrieben, da auch zwei Crewmitglieder erkrankt sind, jedoch bei ihnen das Hantavirus noch nicht bestätigt wurde.
Key Facts:
- Drei Menschen starben nach einer Hantavirus-Erkrankung auf dem Kreuzfahrtschiff.
- Ein deutscher Passagier ist unter den Toten.
- Zwei niederländische Passagiere starben ebenfalls.
Die WHO erklärte, dass die Gefahr für die allgemeine Bevölkerung niedrig bleibt. In Deutschland erkranken jährlich wenige Hundert Menschen an Hantavirus, und in den letzten 25 Jahren gab es dort nur einen Todesfall durch diese Krankheit.
Hantaviren werden üblicherweise über die Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Ob das Hantavirus die Todesursache bei den verstorbenen Passagieren war, ist unklar. Die medizinische Situation auf dem Expeditionsschiff MV Hondius bleibt angespannt.
Die Behörden haben bisher keine weiteren Informationen zur Infektionsursache bei den Crewmitgliedern veröffentlicht. Beobachter fordern mehr Transparenz über die Gesundheitslage an Bord und mögliche Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion.