Hantavirus: Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff in Kap Verde

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Nach einem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius sind drei Menschen mutmaßlich gestorben. Kap Verde verweigert dem Schiff die Anlegeerlaubnis in der Hauptstadt Praia, während die WHO die Gefahr für die allgemeine Bevölkerung als gering einstuft.

Die WHO erklärt, dass die Gefahr für die allgemeine Bevölkerung weiterhin niedrig bleibt. Laut Hans Kluge, einem Vertreter der WHO, „bleibt die Gefahr für die allgemeine Bevölkerung weiterhin niedrig.“ Dies ist besonders relevant, da einer der Verstorbenen ein Deutscher ist und drei weitere Personen infiziert sind.

Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius hatte 170 Passagiere und 70 Besatzungsmitglieder an Bord. Von den infizierten Personen befindet sich ein Passagier auf der Intensivstation in Südafrika. Die Ursache für die Infektionen ist noch nicht bekannt.

Hantaviren sind seit den 1950er-Jahren bekannt und werden üblicherweise über die Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. In Deutschland erkranken jährlich nur wenige Hundert Menschen an dem Virus, wobei laut dem Robert Koch-Institut in den letzten 25 Jahren nur ein Todesfall durch Hantavirus registriert wurde.

Wichtige Fakten:

  • Drei Menschen sind mutmaßlich nach einem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius gestorben.
  • Das Schiff war von Argentinien auf dem Weg zu den Kap Verde.
  • Drei weitere Personen sind infiziert, darunter ein Passagier auf der Intensivstation in Südafrika.

Die niederländischen Behörden planen, zwei weitere Betroffene medizinisch zu evakuieren. Maria da Luz Lima, eine Gesundheitsbehörde von Kap Verde, betonte: „Zum Schutz der kapverdischen Bevölkerung müssen die Passagiere an Bord des Schiffs bleiben.“

Die Situation bleibt angespannt und es gibt noch viele offene Fragen zur genauen Ursache der Infektionen.

Julia Becker

Julia ist eine investigative Reporterin mit Schwerpunkt auf Politik und gesellschaftlichen Themen.