Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verlassen die OPEC zum 1. Mai 2026, was als schwerer Schlag für Saudi-Arabien angesehen wird. Die VAE waren seit 1967 Teil der Organisation und gehörten zur Kerngruppe der OPEC und OPEC+. Diese Entscheidung folgt auf eine umfassende Prüfung der Produktionspolitik der Emirate.
Aktuell produzieren die VAE etwa 3,4 Millionen Barrel Öl pro Tag, was nur einen Bruchteil ihrer Kapazitäten ausmacht. Die Emirate hatten geplant, ihre Ölproduktion um bis zu 30 Prozent zu steigern, um ihre Rolle im globalen Energiemarkt zu stärken. Dennoch beklagten sie mangelnde Unterstützung ihrer Nachbarn während des Iran-Kriegs.
Die VAE tragen 16 Prozent zur gesamten OPEC-Produktion bei. Diese Abwanderung könnte die Dynamik innerhalb der OPEC erheblich verändern, insbesondere in Bezug auf die Machtverhältnisse mit Saudi-Arabien.
US-Präsident Donald Trump begrüßte den Austritt der VAE aus der OPEC und bezeichnete dies als ein positives Signal für die amerikanische Energiepolitik. Analysten sehen dies jedoch mehr als eine politische Botschaft denn als eine wirtschaftliche Entscheidung.
Nehad Issmail, ein Analyst, äußerte: „Es bringt die Gleichung durcheinander.“ Diese Bemerkung verdeutlicht die Unsicherheiten, die mit dem Austritt verbunden sind.
Marc Ayoub, ein weiterer Experte, betonte: „Es ist mehr eine politische Botschaft als eine wirtschaftliche.“ Dies könnte darauf hindeuten, dass geopolitische Überlegungen eine größere Rolle spielen als rein wirtschaftliche Faktoren.
Anwar Gargash erinnerte daran, dass im Jahr 2000 ein gemeinsames Verteidigungsabkommen unterzeichnet wurde, was die Bedeutung der Beziehungen zwischen den VAE und anderen Golfstaaten unterstreicht. Die nächsten Schritte in dieser neuen Phase bleiben abzuwarten.
Die angestrebte Ölproduktion von 5 Millionen Barrel pro Tag bis 2027 zeigt jedoch das Potenzial der VAE im globalen Ölmarkt und könnte zukünftige Spannungen mit anderen Mitgliedsstaaten verstärken.