München: Bayerns 100-Millionen-Transfer-Problem fordert Eberl

FC Bayern: 100-Millionen-Transfer-Problem! Jetzt ist Eberl gefordert - Sport Bild

Der FC Bayern München steht vor der Herausforderung, Lösungen für drei Spieler zu finden, die zusammen ein Investment von rund 100 Millionen Euro darstellen. Sportvorstand Max Eberl ist gefordert, für João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza Abnehmer zu finden, da sie in den langfristigen Planungen des Vereins keine große Rolle spielen.

Alle drei Spieler waren in der vergangenen Saison ausgeliehen und sind nun nach München zurückgekehrt, um an der Saisonvorbereitung teilzunehmen. Trotz ihrer Anwesenheit beim Training wird erwartet, dass sie den Verein in diesem Sommer verlassen könnten.

Herausforderungen bei Palhinha, Boey und Zaragoza

João Palhinha, für den der FC Bayern vor zwei Jahren 49,5 Millionen Euro an den FC Fulham überwies, war zuletzt an Tottenham Hotspur ausgeliehen. Berichten zufolge hatte Tottenham Interesse an einer festen Verpflichtung des portugiesischen Nationalspielers, empfand jedoch die vereinbarte Kaufoption von 30 Millionen Euro als zu hoch. Der FC Bayern beharrte auf dieser Forderung, was dazu führte, dass keine konkreten Gespräche stattfanden.

Die Ablöseforderung für Palhinha wurde mittlerweile auf 20 bis 25 Millionen Euro reduziert. Zu den Interessenten zählen Aston Villa, Benfica Lissabon und Sporting Lissabon. Aston Villa, das kürzlich 137 Millionen Euro durch einen Spielertransfer eingenommen hat, könnte finanziell in der Lage sein, eine Verpflichtung zu stemmen. Es wird auch über eine Leihe mit Kaufoption nachgedacht, da die geforderte Ablöse von rund 25 Millionen Euro als hoch empfunden wird. Palhinhas Jahresgehalt beim FC Bayern beträgt 8,5 Millionen Euro.

Palhinha
Palhinha Credit: spox.com

Für Sacha Boey, der im Januar 2024 für 30 Millionen Euro von Galatasaray Istanbul kam, sollen mehrere englische Premier League-Klubs aus dem Mittelfeld der Tabelle Interesse bekundet haben. Der FC Bayern besteht weiterhin auf einer Ablösesumme von 15 Millionen Euro. Boeys Vertrag läuft bis 2028, und die Außenverteidigerpositionen beim FC Bayern sind doppelt besetzt, was seine Aussichten auf Spielzeit erschwert.

Bryan Zaragoza, dessen Transfer aus Granada insgesamt 18 Millionen Euro kostete und der zuletzt an die AS Rom ausgeliehen war, laboriert an den Folgen einer Knie-Entzündung. Er trainiert derzeit im Leistungszentrum an seiner Fitness. Espanyol Barcelona und der FC Sevilla sollen Interesse an dem Flügelspieler haben, der in seine spanische Heimat zurückkehren möchte. Sein Jahresgehalt beim FC Bayern liegt bei rund 4 Millionen Euro, was mögliche Gespräche erschwert.

Die aktuelle Situation und Perspektiven

Alle drei Spieler trainieren unter Trainer Vincent Kompany mit, obwohl ihre Perspektiven im Verein begrenzt erscheinen. Palhinha und Boey gehören zu den wenigen Feldspielern, die aktuell am Training teilnehmen. Die Konkurrenz in der Offensive für Zaragoza ist groß, mit Spielern wie Lennart Karl, Michael Olise, Luis Diaz und Ismael Saibari, die auf den offensiven Außenbahnen agieren können. Auch für Boey ist es aufgrund der Besetzung der Außenverteidigerpositionen mit Konrad Laimer, Josip Stanisic, Alphonso Davies und Nathaniel Brown schwierig, auf zufriedenstellende Spielzeit zu kommen.

Im zentralen Mittelfeld hat Palhinha ebenfalls einen schweren Stand, da Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic gesetzt sind. Zudem soll Bara Sapoko Ndiaye, ein von Kompany auserkorenes Talent, zurückkehren. Die Situation um diese drei Personalien wird voraussichtlich die Transferphase weiterhin beschäftigen.

max eberl bayern augsburg
max eberl bayern augsburg Credit: spox.com

Die ursprünglichen Investitionen des FC Bayern für dieses Trio belaufen sich auf knapp 100 Millionen Euro. Es bleibt abzuwarten, wie viel davon der Rekordmeister durch Verkäufe wieder einnehmen kann. Palhinha kehrte am Montag zum Trainingsauftakt des FC Bayern an die Säbener Straße zurück.

Die Vorbereitung auf die neue Saison hat begonnen, aber für João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza scheint ein Verbleib beim FC Bayern unwahrscheinlich. Die Suche nach Lösungen für diese Spieler wird den Verein in der laufenden Transferphase weiter beschäftigen.

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Source: sportbild.bild.de

Felix Brandt

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.