Vor dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada haben sich Donald Trump und Gianni Infantino äußerst positiv über den bisherigen Verlauf des Turniers geäußert. Beide bezeichneten das Event als einen großen Erfolg. Die WM der Männer findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli statt.
Donald Trump, der US-Präsident, sprach am Freitag im Trump Tower in New York von einem „erfolgreichsten Sportereignis, vielleicht sogar der Weltgeschichte“. Er betonte, dass er dachte, die USA seien kein Fußball-Land, es sich aber herausgestellt habe, dass sie es doch seien. Trump deutete zudem an, dass sein Land sich erneut um die Austragung einer Fußball-Weltmeisterschaft bewerben könnte, wobei er vorschlug, Mexiko und Kanada dieses Mal außen vor zu lassen. Er scherzte über die Idee, die USA und China als gemeinsame Gastgeber für eine zukünftige WM vorzuschlagen, um „schöne kurze Flüge zwischen den Spielen“ zu ermöglichen, was die Spieler lieben würden.
Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, schloss sich den lobenden Worten an. Er bezeichnete die laufende Weltmeisterschaft als die „großartigste Weltmeisterschaft aller Zeiten“ und als das „größte menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit je erlebt und gesehen hat“. Infantino führte die hohen Zuschauerzahlen in den Stadien und vor den Fernsehgeräten als Beleg für seine These an. Er dankte Trump für dessen Unterstützung und sagte, die Weltmeisterschaft wäre ohne ihn „nicht so ein unglaublicher Erfolg gewesen“.
Sorge um Finale und Spielerstatus
Die Frage, ob das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in East Rutherford bei New York aufgrund von Waldbrand-Rauch verschoben oder verlegt werden muss, beschäftigte am Freitag die US-Regierung und die FIFA. Der WM-Verantwortliche im Weißen Haus, Andrew Giuliani, erklärte, die Organisatoren würden die Lage genau beobachten. Der Rauch aus Kanada hatte zwischenzeitlich Washington erreicht. Giuliani plante, mit FIFA-Präsident Gianni Infantino zu besprechen, wie mit dem Finalspiel umzugehen sei. Donald Trump wurde ebenfalls in New York erwartet, um an einem FIFA-Empfang teilzunehmen. Er beabsichtigt, das Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag persönlich im MetLife-Stadion in New Jersey zu verfolgen. Auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez wird erwartet. Ein Meteorologe des US-Wetterdienstes NWS warnte, dass sich der Rauch bis Samstagmorgen verdichten könnte.
Die Finalisten äußerten sich ebenfalls zum Turnierverlauf und zum Gesundheitszustand ihrer Spieler. Spaniens Trainer Luis de la Fuente gab an, dass Youngster Lamine Yamal für das Endspiel topfit sei, obwohl er im Halbfinale einen schmerzhaften Schlag auf den Oberschenkel erhalten hatte. De la Fuente erklärte, Yamal habe aus Vorsicht Minuten zur Erholung erhalten, aber er habe mit der Mannschaft trainiert und sei in „optimaler Form“. Yamal hatte im Halbfinale gegen Frankreich einen Elfmeter für Spanien herausgeholt.

Argentiniens Nationaltorwart Emiliano Martínez kämpft weiterhin mit den Folgen einer Verletzung an der rechten Hand. Er berichtete, dass seine Hand „immer noch jeden Tag weh“ tue. Martínez hatte sich am 20. Mai vor dem Europa-League-Finale in Istanbul beim Aufwärmen verletzt und sich dabei den Ringfinger an der rechten Hand gebrochen. Trotz der Verletzung gewann er mit Aston Villa gegen den SC Freiburg. Er habe sich entschieden, eine notwendige Operation aufzuschieben.
Reaktionen und Ausblick
Lionel Messi, der Superstar aus Argentinien, zeigte sich erstaunt über ein legendäres Foto mit Lamine Yamal aus dem Jahr 2007. Er sagte bei einer Fan-Messe in New York, es sei „verrückt“, dass er damals ein Foto mit Yamal als Baby gemacht habe und sie sich nun in einem WM-Finale gegenüberstünden. Die Bilder zeigen den damals 20-jährigen Messi, wie er den wenige Monate alten Yamal in einer Plastikwanne badet. Diese Fotos wurden für einen Wohltätigkeitskalender aufgenommen.
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel konterte die Kritik nach dem WM-Scheitern im Halbfinale. Er betonte, dass es, falls England das Spiel um Platz drei gewinnen sollte, das beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft seit 60 Jahren wäre. Tuchel räumte ein, dass England im Vergleich zu Frankreich und den Finalisten Spanien und Argentinien Aufholbedarf habe, aber es sei möglich, diese Lücke zu schließen. England trifft im Spiel um Platz drei am Samstag in Miami Gardens auf Frankreich. Das Finale zwischen Spanien und Argentinien findet am Sonntag statt.
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Source: t-online.de