Am 2. Mai 2026 wurde der Buckelwal Timmy in der Nordsee freigelassen, jedoch unter umstrittenen Bedingungen und ohne vollständige medizinische Begutachtung. Diese Freisetzung geschah, nachdem der Wal zuvor aus einer Ostsee-Bucht an der Insel Poel geborgen wurde.
Die Freisetzung fand 45 Kilometer vor der dänischen Küste statt, was ihn in eine der meistbefahrenen Schiffsrouten Europas brachte. Thilo Maack von Whale and Dolphin Conservation äußerte sich kritisch: „Der Buckelwal wurde in einer der meistbefahrenen Schiffsrouten Europas ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen.“ Es gibt keine öffentlichen Videoaufnahmen von diesem Vorgang.
Zusätzlich funktionierte der Peilsender des Wals nur eingeschränkt und sendete sporadisch Daten. Nach 24 Stunden nach der Freisetzung lagen keine Informationen über die Position des Wals vor, was die Besorgnis über seinen Gesundheitszustand verstärkte. Tierärzte hatten bereits vor der Freilassung Bedenken geäußert, dass er aufgrund seines Gesundheitszustands wieder stranden könnte.
Die Geldgeber der Rettungsinitiative distanzierten sich von dieser Aktion. Ein Sprecher sagte: „Wir konstatieren hiermit, dass wir an der heutigen Entlassungsaktion des Wals weder beteiligt waren noch diese aktiv begleitet haben.“ Dies wirft Fragen zur Verantwortung und Transparenz in solchen Rettungsaktionen auf.
Die Umweltorganisation Greenpeace kritisierte die Rettungsaktion als gescheitert. Sie betont, dass eine umfassende medizinische Begutachtung notwendig gewesen wäre, bevor man den Wal in die Freiheit entlässt. Experten weisen darauf hin, dass solche Entscheidungen nicht leichtfertig getroffen werden sollten.
Bisher bleibt unklar, wie genau Timmy die Barge verlassen hat und was sein Zustand nach der Freisetzung ist. Die Unsicherheiten um seine Rückkehr in die Natur bleiben bestehen, während sich die Diskussion um die ethischen Aspekte solcher Rettungsaktionen intensiviert.