Borussia Dortmunds Asienreise bringt Millionen und neue Partnerschaften

Wegen der Asien-Reise: Millionen-Regen für den BVB - BILD

Wirtschaftlicher Erfolg der Asienreise

Borussia Dortmund profitiert von seiner aktuellen Marketingtour durch Asien. Die Reise, die den Verein nach Osaka und Tokio führt, generiert nach vorliegenden Informationen Einnahmen von rund fünf Millionen Euro. Diese Beträge setzen sich hauptsächlich aus Gagen für Sponsoring-Termine und Erlösen aus den Testspielen vor Ort zusammen. Die Bundesliga unterstützt solche Vermarktungsreisen finanziell, insbesondere wenn sie in für die Liga bedeutsame Länder wie Japan führen.

Geschäftsführer Carsten Cramer, 57 Jahre alt, äußerte sich positiv über die Reise. Er betonte die Chancen, die in der Auslandsvermarktung liegen, und bedauerte, dass nach der Weltmeisterschaft nur der BVB und Bayern München solche Touren unternehmen. Die Verantwortlichen nutzten die Zeit in Asien auch, um neue, hochdotierte Sponsoring-Verträge vorzubereiten und abzuschließen. Unternehmen wie Yanmar, Panasonic (mit Sitz in Osaka), Daikin und Mitsubishi zeigten Interesse an einer Partnerschaft mit dem BVB. Dabei geht es um jeweils siebenstellige Beträge pro Jahr. Diese Unternehmen möchten den Verein im Zuge infrastruktureller Umbauten in Dortmund, wie der Stadionmodernisierung, der Erweiterung des Trainingsgeländes und dem Bau der Gesundheitswelt, mit ihren technischen Geräten unterstützen.

Sportliche Herausforderungen und Kaderrotation

Während der Asienreise musste Borussia Dortmund in einem Testspiel gegen Cerezo Osaka eine 0:1-Niederlage hinnehmen. Das einzige Tor der Partie erzielte Solomon Sakuragawa in der 8. Minute nach einer Ecke vor knapp 25.000 Zuschauern. Die Dortmunder traten mit einer Mannschaft an, die hauptsächlich aus jungen Spielern bestand, ergänzt durch wenige Profis. Dies war das erste von zwei Testspielen in Japan; das zweite findet am Samstag gegen den FC Tokio statt.

Die Mannschaft zeigte sich in der Offensive zu harmlos, obwohl Serhou Guirassy in der 40. Minute und der eingewechselte Fábio Silva in der 84. Minute die besten Torchancen hatten. Ein Treffer von Romeo Ritter in der 90.+4 Minute wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Die Partie war auch ein Wiedersehen mit dem ehemaligen BVB-Spieler Shinji Kagawa, der für Cerezo Osaka in der Startelf stand. Kagawa spielte von 2010 bis 2012 und von 2014 bis 2019 insgesamt 216 Mal für Borussia Dortmund und ist im Jahr 2023 in seine Heimat zurückgekehrt.

Verletzungen und die Bedeutung der Vorbereitung

Die Reise ist für die Spieler auch körperlich anspruchsvoll, nicht zuletzt wegen des Klimas vor Ort. Einige Spieler wie Nico Schlotterbeck und Emre Can erholen sich noch von langwierigen Verletzungen. Andere, die an der Weltmeisterschaft teilgenommen haben, wie Gregor Kobel und Julian Ryerson, befinden sich entweder noch im Urlaub oder nehmen das Training in Dortmund langsam wieder auf. Um den internationalen Fans in Asien nicht ausschließlich Jugendspieler zu präsentieren, reisten einige WM-Fahrer wie Maximilian Beier, Felix Nmecha, Waldemar Anton, Daniel Svensson und Carney Chukwuemeka aus ihrem Urlaub nach Japan, blieben in Osaka jedoch ohne Einsatz.

Für Abwehrspieler Filippo Mane, 21 Jahre alt, endete die Partie vorzeitig, da er bereits nach 35 Minuten angeschlagen vom Feld musste. Trainer Niko Kovac bezeichnete den Test als gut für die junge Mannschaft und erklärte, dass solche Kaderzusammenstellungen in einer Vorbereitung nach einem großen Turnier normal seien, da die Nationalspieler nacheinander zum Team stoßen. Er lobte die Mannschaft für ihre körperliche Gegenwehr, sah aber spielerisch noch Verbesserungsbedarf. Lars Ricken betonte, dass man solche Spiele gewinnen möchte, aber auch die Zusammensetzung der Mannschaft aus U19-, U23– und wenigen Profispielern berücksichtigen müsse, was zu fehlenden Automatismen führe. Die Menschen in Japan zeigten sich sehr positiv und freundlich gegenüber dem Team.

Source: bild.de

Felix Brandt

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.