Klopp übernimmt deutsche Nationalmannschaft
Jürgen Klopp, der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool, ist offiziell als neuer Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft vorgestellt worden. Er tritt die Nachfolge von Julian Nagelsmann an. Die Ernennung des 59-Jährigen wurde von internationalen Medien breit kommentiert.
Die englische Presse zeigte sich besonders interessiert an der Personalie. Die „BBC“ bezeichnete Klopp als möglichen „Messias“ für den Wiederaufbau der Nationalmannschaft, während „The Telegraph“ und „Daily Express“ über seine deutliche Warnung bei der Vorstellung berichteten. Klopp beendet mit dieser Aufgabe seine zweijährige Trainerpause.
„The Sun“ hob Klopps eindringliche Worte hervor, in denen er die Medien und Fans dazu aufforderte, seine Familie in Ruhe zu lassen, andernfalls drohe er mit Rücktritt. Diese Ansage wurde auch von der italienischen „Gazzetta dello Sport“ aufgegriffen, die Klopps Warnung vor persönlichen Angriffen zitierte.
Klopps Vision und mögliche Kaderänderungen
Die spanische „Marca“ betonte, dass alle Blicke nun auf Klopp gerichtet seien, da seine Fähigkeit, konkurrenzfähige Mannschaften aufzubauen, die große Hoffnung für Deutschland sei, um verlorenes Prestige zurückzugewinnen und wieder um große Titel mitzuspielen. „Sport“ hob Klopps intensiven Stil, seine Fähigkeit, eine Verbindung zu Spielern aufzubauen, und seine Erfahrung in Drucksituationen hervor, die ihn zu einer wertvollen Verstärkung für den deutschen Fußball machen.
Die französische „L’Équipe“ merkte an, dass Klopp mit 59 Jahren zum ersten Mal die Rolle eines Nationaltrainers übernimmt und die schwere Verantwortung trägt, einem vierfachen Weltmeister neuen Schwung zu verleihen. „Le Monde“ sah seine Verpflichtung als passend zu seiner Karriere, die auf dem Wiederaufbau kriselnder Mannschaften basiere.
Bei seiner Vorstellung machte Klopp deutlich, dass er klare Ansagen bevorzugt und einen Neuanfang für die Nationalmannschaft und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) anstrebt. Dies gelte auch für das Personal. Er kündigte an, dass Spieler Möglichkeiten erhalten werden, die möglicherweise noch nicht damit rechnen.
Klopp erwähnte, dass er eine Liste mit 57 Feldspielern erstellt habe. Er betonte, dass jeder, der berechtigt ist, für Deutschland zu spielen, sich anstrengen sollte, da er genau hinschauen werde. Seine Tür sei offen, und er lade alle ein, sich zu beweisen.
Potenzielle Kandidaten für den Kader
Einige Spieler, die bei der WM dabei waren, aber keine große Rolle spielten, könnten unter Klopp neue Chancen erhalten. Dazu gehört Jonas Urbig, der von Nagelsmann als Trainingstorhüter mit in die USA genommen wurde. Auch Alexander Nübel, der den FC Bayern in diesem Sommer verlassen hat, und der Augsburger Finn Dahmen hoffen auf eine Chance im Tor.
Im Mittelfeld könnte Tom Bischof vom FC Bayern eine Option sein. Der 21-Jährige, der bereits sein Debüt mit dem Adler auf der Brust gab, ist vielseitig einsetzbar und könnte frischen Wind in den DFB bringen. Er verteidigt in München auch links hinten, seine Stammposition ist im Mittelfeld.
Für die Flügelpositionen könnten Lennart Karl vom FC Bayern und Jamie Leweling in Betracht gezogen werden. Karl galt als Zukunft des DFB, verletzte sich jedoch schwer am Oberschenkel und verpasste die WM. Leweling kam bei der WM auf 30 Minuten Spielzeit und hofft ebenfalls auf eine neue Chance. Klopp hob die Bedeutung der Flügelpositionen im modernen Fußball hervor.
Die Zukunft von Leon Goretzka, dessen Vertrag in München nicht verlängert wurde, hängt von seiner neuen Vereinswahl ab. Obwohl er bei der letzten WM von der Bank kam, könnte er in einem 4-3-3-System eine Achterposition bekleiden. Joshua Kimmich wird voraussichtlich auf der Sechs gesetzt sein, wobei Klopp sich nicht auf Positionsdiskussionen einlassen wollte.
Auch U21-Spieler wie die Augsburger Anton Kade und Mert Kömür sowie der ehemalige Nürnberger Finn Jeltsch könnten eine Rolle spielen. Für die Rechtsverteidigerposition könnte in ferner Zukunft Leandro Morgalla, der beim TSV 1860 ausgebildet wurde und aktuell in Bochum spielt, eine Option sein.

Klopp betonte, dass er sich auf Personaldiskussionen nicht einlassen wollte, sondern vielmehr alle Spieler ermutigte, sich durch Leistung zu empfehlen. Er schloss seine Ausführungen mit den Worten: „Ich habe Bock. Los geht’s!“
Source: bild.de