Tadej Pogačar hat seinen fünften Gesamtsieg bei der Tour de France errungen und sich damit in die Riege der Rekordsieger eingereiht. Der Slowene triumphierte am Sonntag in Paris und stellte mit diesem Erfolg einen Rekord ein, der ihn neben Größen wie Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain platziert.
Pogačars Dominanz während der 21 Etappen, inklusive fünf Tagessiegen, war bemerkenswert. Er zeigte nicht nur seine individuelle Stärke, sondern unterstützte auch Teamkollegen, wie Isaac del Toro, der einen Etappensieg und den dritten Platz im Gesamtklassement erreichte.
Pogačars Dominanz und die Reaktionen der Presse
Die Überlegenheit des 27-jährigen Pogačar war so ausgeprägt, dass er seine Konkurrenten mit über sechs Minuten Vorsprung distanzierte. Seine Fähigkeit, in verschiedenen Terrains – sei es flach, über Kopfsteinpflaster oder in den Bergen – zu glänzen, wurde von vielen hervorgehoben. Auch auf den weißen Straßen der Strade Bianche zeigte er sein Können.
Die internationale Presse würdigte Pogačars Leistung umfassend. Die französische „L’Equipe“ bezeichnete seinen Erfolg als „Monumental“, während „Le Parisien“ schrieb, er sei „in den Olymp des Radsports aufgestiegen“ und ein „fünfter Stern katapultiert ihn in die Galaxie der Tour-de-France-Giganten“. Die spanische „AS“ nannte ihn eine „Legende“, die nicht nur gewinnen, sondern „mit Stil gewinnen und Geschichte schreiben“ wolle. „Marca“ bemerkte, dass Pogačar mit 27 Jahren dieses Ziel erreicht habe, „als hätte er eine Etappe abgeschlossen, aber eher wie jemand, der gerade erst warmgelaufen ist“.
In Slowenien feierte „Delo“ den „unangreifbaren gelben Thron“ von Pogačar, und „Radiotelevizija Slovenija“ stellte fest, dass die Superlative für den besten Radfahrer der Welt kaum noch ausreichten. Die italienische „Gazzetta dello Sport“ krönte ihn zum fünften Mal zum König und zementierte seinen Legendenstatus.
Die Schweizer Medien, darunter der „Tagesanzeiger“, beschrieben Pogačar als „unersättlich, unbesiegbar“ und konstatierten, dass er Rekorde pulverisiere. Die „Neue Zürcher Zeitung“ hob hervor, dass er sich „vom Sonnyboy zum Leader entwickelt“ habe. Auch in Belgien wurde seine Leistung gewürdigt, wobei „Het Laatste Nieuws“ eine Tour voller Meilensteine und Rekorde feststellte, in der Pogačar der Konkurrenz drei Wochen lang überlegen war.
Lob von Radsport-Legenden
Auch Radsport-Legenden äußerten sich anerkennend über Pogačars Leistungen. Lance Armstrong, der einst sieben Tour-de-France-Titel gewann, bevor diese wegen eines Dopingskandals aberkannt wurden, schwärmte im Podcast THEMOVE von Pogačar. Armstrong bezeichnete ihn als „GOAT“ (Greatest Of All Time) und sagte, Pogačar würde „den Boden mit Lance Armstrong wischen“.
Armstrong lobte Pogačars Vielseitigkeit und seinen unbedingten Rennwillen. Schon während der Tour hatte Armstrong lobende Worte gefunden, beispielsweise nach der Aufholjagd an der Alpe d’Huez, wo er konstatierte, Pogačar habe „den Asphalt von der Straße gerissen“.
Pogačars fünfter Erfolg markiert seinen dritten Sieg in Folge und festigt seinen Platz in der Geschichte des Radsports.

Die Überlegenheit von Tadej Pogačar ist so außergewöhnlich, dass er sogar noch Teamkollegen aufs Podest ziehen kann.
Der Slowene steht nun in einer Reihe mit den größten Namen des Radsports, die ebenfalls fünfmal die Tour de France gewonnen haben.
Source: spiegel.de