Asiatische hornisse: Die breitet sich rasant in NRW aus

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Die asiatische Hornisse breitet sich rasant in Nordrhein-Westfalen (NRW) aus und bedroht die heimische Bienenpopulation sowie die Landwirtschaft. Im vergangenen Jahr wurden in NRW mehr als 7.300 Exemplare der asiatischen Hornisse gemeldet, was eine alarmierende Zunahme darstellt.

Ursprünglich stammt die asiatische Hornisse aus Ostasien und wurde vor sechs Jahren zum ersten Mal in NRW entdeckt. Seit ihrer Ankunft hat sie sich schnell ausgebreitet und stellt nun eine ernsthafte Gefahr für Bestäuber wie Bienen und Hummeln dar. Diese Insekten sind entscheidend für das ökologische Gleichgewicht und die Agrarwirtschaft.

Wichtige Fakten:

  • Die asiatische Hornisse frisst im Schnitt rund 12 Kilogramm Insekten pro Volk.
  • Bienen machen etwa 37 bis 85 Prozent der Proteinzufuhr der asiatischen Hornisse aus.
  • Ein einziges Nest kann Tausende von Hornissen beherbergen.

Carsten Emser, ein Experte für Hornissenbekämpfung, warnt: „Wenn unsere Bestäuber wie Bienen und Hummeln ausfallen, trifft das nicht nur die Umwelt, sondern auch die Landwirtschaft und direkt unsere Ernährung.“ Die Verwechslungsgefahr mit heimischen Wespen, Hummeln oder Wildbienen ist riesig, was die Bekämpfung zusätzlich erschwert.

Die asiatische Hornisse kann bis zu drei Zentimeter lang werden und ist in der Regel nicht aggressiv. Sie sticht nur, wenn sie sich bedroht fühlt. Dennoch kann ihre Präsenz verheerende Auswirkungen auf die lokale Biodiversität haben.

Aktuell gibt es Bestrebungen zur Bekämpfung dieser invasiven Art. Emser sagt: „Jede tote Königin ist ein kleiner Erfolg.“ Dies zeigt den unmittelbaren Handlungsbedarf, um das ökologische Gleichgewicht zu bewahren.

Julia Becker

Julia ist eine investigative Reporterin mit Schwerpunkt auf Politik und gesellschaftlichen Themen.