DFB-Direktor Völler äußert sich zu Deutschlands WM-Nachteil vor Paraguay-Duell

WM 2026: „Geht bei uns nicht!“ Völler verrät DFB-Nachteil

Völler über Deutschlands Leistungsfähigkeit

Rudi Völler, Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat sich nach dem letzten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft 2026 gegen Ecuador zur Leistungsfähigkeit der deutschen Nationalmannschaft geäußert. Obwohl Deutschland eine 1:2-Niederlage kassierte, war der Gruppensieg bereits gesichert. Völler betonte, dass die Mannschaft an guten Tagen, wenn sie ihr volles Potenzial ausschöpft, in der Lage ist, gegen jedes Team zu gewinnen. Er stellte klar, dass dies jedoch nur möglich sei, wenn die Spieler „wirklich alles geben“ und „zu 100 Prozent da“ sind.

Der 66-Jährige wies darauf hin, dass die Mannschaft anfällig für Niederlagen sein kann, wenn die Leistung um „ein paar Prozent weniger“ ausfällt, was er als verständlich ansah, da der Gruppensieg bereits feststand. Völler räumte ein, dass andere Top-Nationen möglicherweise mit einem geringeren Einsatz ihre Ziele erreichen könnten, dies aber für Deutschland nicht zutreffe. Trotz dieser Einschätzung zeigte sich Völler vor dem anstehenden Achtelfinale entspannt und zuversichtlich, dass die Mannschaft am Montag „alles reinlegen“ werde.

Paraguay als nächster Gegner

Im Sechzehntelfinale trifft Deutschland auf Paraguay. Die „Albirroja“ ist bekannt für ihre disziplinierte und tief stehende Verteidigung, die kaum Torchancen zulässt. Unter Trainer Gustavo Alfaro, der das Team im August 2024 übernahm, qualifizierte sich Paraguay für die Weltmeisterschaft, nachdem es 16 Jahre lang nicht dabei war. In der südamerikanischen Qualifikation holte Paraguay 24 von 36 möglichen Punkten und verlor nur ein Pflichtspiel. Bemerkenswert sind Heimsiege gegen Argentinien und Brasilien, die Paraguay mit geringem Ballbesitz erreichte.

Die Vorrunde der WM 2026 verlief für Paraguay in Gruppe D mit gemischten Ergebnissen. Das Auftaktspiel gegen die USA endete mit einer 1:4-Niederlage in Los Angeles. Im zweiten Gruppenspiel besiegte Paraguay die Türkei mit 1:0 in Santa Clara, wobei Matías Galarza bereits in der 2. Minute traf. Das Team verteidigte danach konsequent, selbst nach einer Roten Karte für Miguel Almirón kurz vor der Pause. Das letzte Gruppenspiel gegen Australien endete 0:0 in Santa Clara, was für Australien zum Einzug ins Sechzehntelfinale reichte, während Paraguay als Gruppendritter mit vier Punkten ausschied.

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Gustavo Alfaro: Der Trainer hat Paraguay zurück zur WM geführt. (Quelle: IMAGO/Kai River Kanzer/imago) Credit: t-online.de

Zu den wichtigen Spielern Paraguays gehören Kapitän Gustavo Gómez von Palmeiras, der als starker Verteidiger gilt, und Omar Alderete vom AFC Sunderland, der in der Qualifikation fast jede Minute spielte. Matías Galarza von Atlanta United erzielte das entscheidende Tor gegen die Türkei. Der teuerste Spieler im Kader ist Julio Enciso vom RC Straßburg, der für seine Dribbling-Fähigkeiten und Übersicht bekannt ist. Miguel Almirón von Atlanta United, ein schneller Konterspieler, sah gegen die Türkei die Rote Karte.

Vorbereitungen auf das Sechzehntelfinale

Das Sechzehntelfinale zwischen Deutschland und Paraguay wird am Montag um 22:30 Uhr im Boston Stadium in Foxborough ausgetragen. Schiedsrichter der Partie ist der Marokkaner Jalal Jayed, der bereits das deutsche Auftaktspiel gegen Curaçao leitete. Er wird von seinen Landsleuten Zakaria Brinsi und Mostafa Akarkad an den Seitenlinien unterstützt, während Ma Ning aus China als Vierter Offizieller fungiert.

Rudi Völler äußerte sich zuversichtlich vor dem K.o.-Spiel und betonte, dass der Glaube an ein Weiterkommen vorhanden sei. Er forderte die Mannschaft auf, „absolut ans Limit“ zu gehen und ein gutes Spiel zu zeigen. Völler vermied es, sich bereits mit möglichen späteren Gegnern wie Frankreich, den Niederlanden oder Spanien zu beschäftigen, da der Fokus vollständig auf Paraguay liege. Er hob hervor, dass Spieler wie Jamal Musiala, Florian Wirtz und Kai Havertz in den K.o.-Spielen liefern müssten, um die großen Ziele zu erreichen. Zudem hofft man auf den Einsatz von Nathaniel Brown gegen Paraguay.

Insgesamt sind bereits 28 von 32 Teams für die erste K.o.-Runde qualifiziert. Die deutschen Spieler bereiten sich intensiv auf das Duell mit Paraguay vor, das über den Verbleib im Turnier entscheidet.

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Source: sportbild.bild.de

Felix Brandt

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.