Medienberichte bestätigen Brown-Wechsel
Der Wechsel von Nationalspieler Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern München gilt Medienberichten zufolge als perfekt. Mehrere Medien, darunter Sky und Bild, bestätigten die Einigung zwischen den beiden Vereinen. Demnach soll der Linksverteidiger einen Fünfjahresvertrag in München erhalten. Eine offizielle Bestätigung der Vereine steht noch aus.
Für den FC Bayern soll eine Ablösesumme von 55 Millionen Euro im Gespräch sein. Browns Vertrag bei der Eintracht war ursprünglich bis Sommer 2030 datiert. Er war 2024 vom 1. FC Nürnberg nach Frankfurt gewechselt.
Der mögliche Transfer des Nationalteam-Aufsteigers fällt mitten in die Weltmeisterschaft, bei der Brown für Aufsehen sorgt. Im Spiel gegen Ecuador fehlt der siebenmalige Nationalspieler jedoch aufgrund von Adduktorenproblemen.
Browns WM-Auftritte und Bundestrainer-Vertrauen
Nathaniel Brown, auch bekannt als „Nene“ innerhalb der Nationalmannschaft, hatte bei der Weltmeisterschaft bereits einen bedeutenden Moment. Beim 7:1-Sieg gegen Curaçao erzielte er sein erstes Tor im Nationaltrikot, was er als unbeschreiblich bezeichnete.
Sein Debüt im Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann feierte Brown erst im Oktober. Nach nur fünf Länderspielen konnte er sich einen Platz in der WM-Startformation erkämpfen. Der Linksverteidiger, der im vergangenen Jahr noch mit der U21-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft teilnahm, hat das Vertrauen des Bundestrainers bisher gerechtfertigt.
ARD-Experte Bastian Schweinsteiger äußerte sich lobend über den Transfer. Er analysierte, dass der Wechsel sowohl für den FC Bayern als auch für Eintracht Frankfurt vorteilhaft sei, da Brown sich hervorragend entwickelt habe und über unglaubliches Potenzial verfüge.
DFB-Team vor Ecuador-Spiel und weitere Entwicklungen
Das DFB-Team hat den Gruppensieg bereits gesichert und möchte im letzten WM-Vorrundenspiel gegen Ecuador den Schwung für die K.o.-Phase mitnehmen. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt dabei auf Kontinuität und verzichtet weitgehend auf große Rotation, abgesehen von notwendigen Änderungen.
Für Ecuador geht es dagegen um alles. Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen steht die Mannschaft von Trainer Sebastián Beccacece unter enormem Druck. Der Trainer sprach vor der Partie sogar von einem möglichen Endspiel um seinen Job und kündigte an, gegen Deutschland „das Unmögliche möglich machen“ zu wollen. Nach dem 0:1 gegen die Elfenbeinküste und dem 0:0 gegen Curaçao benötigt Ecuador einen Sieg, um die Chance auf die Playoffs zu wahren. Ein Remis würde das Turnier-Aus bedeuten.
Nagelsmann begründete seine Entscheidung, Deniz Undav erneut auf der Bank zu lassen, damit, dass er den Weg der ersten beiden Spiele nicht verlassen wolle, nur weil es tabellarisch möglich sei. Er setzt auf Rhythmus und eingespielte Abläufe und vertraut auf die Rollenverteilung im Kader. Undav, der in 58 Minuten bereits drei Tore und zwei Vorlagen gesammelt hat, soll wieder als gefährlicher Joker fungieren.
Die deutsche Startelf für das Spiel gegen Ecuador setzt sich wie folgt zusammen: Neuer – Kimmich, Tah, Rüdiger, Raum – Pavlovic, Nmecha – Sané, Musiala, Wirtz – Havertz. Die Änderungen in der Startelf sind erzwungen: Für den verletzten Schlotterbeck und den angeschlagenen Brown rücken Rüdiger und Raum ins Team.
Trotz des sicheren Weiterkommens sieht Mats Hummels bei der DFB-Elf noch Verbesserungspotenzial. Er kritisierte, dass die Mannschaft zu häufig die Kontrolle abgebe und in einen Modus der Passivität gerate. In beiden bisherigen Spielen gab es laut Hummels Phasen, in denen der Gegner zu viele Spielanteile bekam.
Kritik an TV-Experten und Nike-Hinweis
Ilkay Gündogan übte deutliche Kritik an der Berichterstattung rund um die WM 2026. In einer Kolumne warf er einigen TV-Experten vor, mit überzogenen Aussagen gezielt Aufmerksamkeit erzeugen zu wollen. Er bemängelte, dass manche Experten selbst die Stars sein wollten und dies für Spieler belastend sein könne. Gündogan hob jedoch Christoph Kramer als positives Beispiel hervor, der Inhalte verständlich vermitteln könne.
Abseits des Spielfeldes gibt es auch Neuigkeiten bezüglich des Ausrüsters des DFB. Nach der WM endet die langjährige Partnerschaft mit Adidas, und ab 2027 übernimmt Nike. In New York gab es bereits einen ersten Hinweis auf das neue DFB-Trikot. Bei einer Guerilla-Aktion auf dem Hudson River war Jamal Musiala in einem noch verpixelten neuen Shirt zu sehen. Erste Details deuten darauf hin, dass das Trikot klassisch weiß sein soll, mit schwarzem Rundhalskragen und Anleihen am WM-Shirt von 1974.
Musiala selbst zieht Inspiration aus dem Basketball. Er schwärmt von NBA-Superstar Stephen Curry und dessen Umgang mit Rückschlägen und Verletzungen, woraus Musiala Lehren für seine eigene Karriere zieht. Er betont, dass für ihn bei der WM Teamgeist wichtiger ist als große Namen.
Die Startelf von Ecuador für das Spiel gegen Deutschland wurde ebenfalls bekannt gegeben: Galindez – Franco, Ordonez, Pacho, Hincapie – Caicedo, Vite, Yeboah, Plata, Angulo – Valencia. Im Vergleich zum 0:0 gegen Curaçao gibt es zwei Änderungen: Jordy Alcívar und Pervis Estupiñán nehmen zunächst auf der Bank Platz, während Joel Ordóñez und Nilson Angulo starten. Das Team von Sebastián Beccacece kehrt zudem zum 4-4-2-System zurück.

Die Partie zwischen Deutschland und Ecuador findet um 22 Uhr statt.
Source: sportbild.bild.de