Argentinischer Spieler nach WM-Finale mit Tätlichkeiten und Roter Karte

Der schlechte Verlierer – Argentiniens Paredes schlägt nach dem Spiel um sich

Eklat nach dem Schlusspfiff

Nach dem WM-Finale, das Spanien mit 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien gewann, kam es zu unschönen Szenen, bei denen der argentinische Mittelfeldspieler Leandro Paredes im Mittelpunkt stand. Unmittelbar nach dem Abpfiff entluden sich bei einigen argentinischen Spielern, insbesondere bei Paredes, Frustrationen über die Niederlage. Der 32-Jährige zeigte sich als schlechter Verlierer und geriet mit mehreren spanischen Spielern aneinander.

Paredes stürmte zunächst auf Eric Garcia zu und schlug dem Spanier mit Wucht gegen den Hals. Als Mitspieler zur Hilfe eilten, wandte sich Paredes dem nächsten Spieler zu. Er rang Gavi zu Boden und schlug mit der Faust nach dem Spanier, während dieser fiel. Erst als der argentinische Trainer Lionel Scaloni eingriff und Paredes wegzog, beruhigte sich die Situation auf dem Spielfeld.

Für seine Handlungen nach dem Schlusspfiff erhielt Paredes die Rote Karte von Schiedsrichter Slavko Vincic. Diese Szene war zunächst nicht im Live-TV zu sehen, wurde aber später in einer Wiederholung gezeigt. Experten wie der ehemalige deutsche Nationalspieler Thomas Müller äußerten sich kritisch zu den Vorfällen und bezeichneten die Aktion als „nicht okay“.

Paredes‘ aggressive Spielweise während des Spiels

Bereits während des Spiels fiel Paredes durch eine aggressive Spielweise auf. Er war nach der Pause eingewechselt worden und erhielt in der 52. Minute eine Gelbe Karte für einen Check. Trotz dieser Verwarnung setzte Paredes seine harte Gangart fort und leistete sich weitere Foulspiele und Nickligkeiten. Schiedsrichter Vincic verzichtete jedoch darauf, ihn vorzeitig vom Platz zu stellen, obwohl Paredes immer wieder mit Gegenspielern und dem Unparteiischen diskutierte.

Die aggressive Haltung von Paredes war ein wiederkehrendes Thema im Spiel. Er hatte Glück, dass er nicht schon früher des Feldes verwiesen wurde. Seine Tätlichkeiten nach dem Abpfiff führten dann jedoch zur direkten Roten Karte. Die spanische Mannschaft, die über 120 Minuten das Spiel dominierte, gewann das Finale verdient.

Auch ein weiterer argentinischer Spieler, Enzo Fernández, wurde während der regulären Spielzeit des Feldes verwiesen. Fernández sah in der 82. Minute die Gelbe Karte wegen Meckerns und elf Minuten später Gelb-Rot wegen eines Foulspiels. Dieser Platzverweis trug zur verdienten Final-Niederlage Argentiniens bei. Spaniens Trainer Luis de la Fuente zeigte sich stolz auf seine Mannschaft und deren Spielidee, die sich im Finale durchgesetzt hatte.

Nach dem Schlusspfiff des WM-Finales brennen Argentiniens Leandro Paredes die Sicherungen durch. Gleich mehrfach geht er die Spanier an.
Nach dem Schlusspfiff des WM-Finales brennen Argentiniens Leandro Paredes die Sicherungen durch. Gleich mehrfach geht er die Spanier an. Credit: sport1.de

Reaktionen und Folgen des Vorfalls

Die Reaktionen auf Paredes‘ Verhalten waren deutlich. Neben Thomas Müller, der die Aktion als „nicht okay“ bezeichnete, kommentierte auch Mats Hummels bei MagentaTV die Situation. Hummels hob die Rolle von Argentiniens Trainer Lionel Scaloni positiv hervor, der sofort eingriff, um die Situation zu beruhigen. Trotzdem war Paredes weiterhin aufgebracht und suchte erneut die Konfrontation mit Gavi, den er nach einer Auseinandersetzung mit Thiago Almada erneut zu Boden stieß.

Die Expertin Tabea Kemme sprach von „durchgeknallten Sicherungen“ bei Paredes. Es blieb zunächst unklar, was den 32-Jährigen dermaßen in Aufruhr versetzte. Die Szene, in der Paredes Eric Garcia am Hals packte, wurde auch von Co-Trainer Walter Samuel und anderen Betreuern versucht zu schlichten. Die Gemüter beruhigten sich erst nach einiger Zeit vollständig.

Die Rote Karte nach dem Schlusspfiff war die Konsequenz aus Paredes‘ wiederholtem aggressiven Verhalten, das sich bereits während des Spiels angedeutet hatte. Der Unparteiische Slavko Vincic hatte nach den Tätlichkeiten keine andere Wahl, als die Rote Karte zu zeigen. Das Verhalten von Paredes überschattete die verdiente Leistung der spanischen Mannschaft, die sich den Weltmeistertitel sicherte.

Das Spiel endete mit einem 1:0-Sieg für Spanien nach Verlängerung.

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Source: welt.de

Felix Brandt

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.