Spanien sichert sich den Weltmeistertitel
Spanien hat sich in einem spannenden Finale in New Jersey gegen Argentinien den Weltmeistertitel gesichert. Das Spiel wurde in der 106. Minute der Verlängerung entschieden, als Ferran Torres den entscheidenden Treffer zum 1:0 erzielte. Dieser Sieg markiert den zweiten WM-Titel für die spanische Nationalmannschaft.
Die Entscheidung fiel nach einer Flanke von Pedro Porro, die Williams auf Ferran Torres zurücklegte. Torres, der eingewechselt worden war, traf wuchtig unter die Latte und löste damit Jubel bei den Spaniern aus, während Lionel Messi und seine argentinischen Teamkollegen enttäuscht waren.
Ferran Torres äußerte sich nach dem Spiel: „Es war nicht einfach, wir haben alles Mögliche getan. Endspiele sind immer schwierig. Gegen Messi bist du immer nervös. Aber wir haben an uns geglaubt, wussten, dass wir uns durchsetzen können, und es hat geklappt. Ein fantastisches Gefühl.“
Das Duell der Generationen und die Show abseits des Rasens
Der Sieg Spaniens bedeutete auch einen Triumph für den spanischen Jungstar Lamine Yamal, der das Duell der Generationen gegen den 20 Jahre älteren Lionel Messi für sich entschied. Yamal, der erst 19 Jahre alt ist, hatte bereits eine Vorgeschichte mit Messi: Im Jahr 2007 hatte der damals 20-jährige Messi den erst fünf Monate alten Yamal für einen UNICEF-Kalender gebadet.
Abseits des Spielfeldes bot die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ein Spektakel der Superlative. Die XXL-WM, die über 39 Turniertage und 104 Spiele stattfand und 6,7 Millionen Fans in den Stadien anzog, endete mit einer aufwendigen Show.
Erstmals in einem WM-Finale gab es eine Halbzeitshow, die 27 Minuten und 23 Sekunden dauerte. Pop-Star Madonna eröffnete die Show, begleitet von Ronaldo und Ronaldinho. Weitere Auftritte gab es von der K-Pop-Band BTS, Justin Bieber und Shakira. Die Abschlusszeremonie begann bereits über eine Stunde vor Anpfiff mit 45 Trommlern und musikalischen Einlagen von IShowSpeed, Post Malone und Swae Lee. Jennifer Hudson sang die US-Hymne.

US-Präsident Donald Trump verfolgte das Finale von der Tribüne aus, ebenso das spanische Königspaar. Auch Nicole Scherzinger, Robbie Williams und Laura Pausini traten auf, bevor Schauspieler Tom Cruise eine kurze Rede hielt. Die Veranstaltung wurde von 80.663 Zuschauern im Stadion und rund 1,5 Milliarden Fernsehzuschauern verfolgt.
Spielverlauf und Reaktionen
Das Finale selbst war lange Zeit ereignisarm. In der ersten Halbzeit gab es die wenigsten Schüsse im gesamten Turnier. Argentinien verzeichnete fast 120 Minuten lang keinen einzigen Torschuss. Die Spanier kontrollierten Ball und Gegner, konnten aber zunächst keinen Profit daraus schlagen.
Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit erhielt Argentiniens Enzo Fernández eine Gelb-Rote Karte, wodurch Spanien in Überzahl spielte. In der Verlängerung erlöste Ferran Torres seine Mannschaft mit dem entscheidenden Treffer. Spaniens Trainer Luis de la Fuente äußerte sich stolz über sein Team: „Ich bin stolz auf diese Mannschaft, stolz auf diese Fußballer-Generation, die sich mit dieser Spielweise durchgesetzt hat. Wir sind eine Familie, wir haben gezeigt, was wir für eine tolle Mannschaft sind.“
In Madrid stieg die Anspannung schon Stunden vor dem Finale. Fans versammelten sich in Trikots und Fahnen, und Einzelhändler wie El Corte Inglés, Carrefour, Leroy Merlin und Ikea schlossen ihre Filialen früher, damit die Mitarbeiter das Spiel verfolgen konnten. Auch der ehemalige spanische Nationalspieler Joan Capdevila, der zuvor Einreiseprobleme in die USA hatte, schaffte es zum Finale, wie sein ehemaliger Auswahlkollege Marcos Senna auf Instagram zeigte.
Die FIFA rechnete mit deutlich höheren Einnahmen als erwartet. Laut einem Bericht des „The Guardian“ ging der Weltverband von Rekordeinnahmen von 15 Milliarden Dollar für das Turnier aus, ursprünglich waren 11 Milliarden Dollar prognostiziert worden.
Das Finale war auch ein Duell um den Goldenen Schuh zwischen Lionel Messi und Kylian Mbappé. Mbappé hatte im Spiel um Platz drei gegen England seine Turniertreffer neun und zehn erzielt. Messi stand vor dem Finale bei acht Toren. Bei Gleichstand hätten die Assists entschieden, wo Messi mit 4:3 vorne lag. Zwei Tore im Endspiel hätten Messi die Trophäe gesichert.
Für Argentinien und Messi wiederholte sich die Geschichte, da sie den Titel nicht verteidigen konnten. Die spanische Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente stellte mit nun 38 ungeschlagenen Spielen in Serie einen Rekord auf und kassierte in ihren acht Partien in Nordamerika lediglich einen Gegentreffer.
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Source: bild.de