Die französische Nationalmannschaft hat sich nach einem Sieg gegen Marokko für das Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft qualifiziert. Die Leistung der Mannschaft, insbesondere die von Kylian Mbappé, wurde in den internationalen Medien gelobt. Die französische Presse zeigte sich begeistert und blickt bereits auf den möglichen Gewinn des WM-Pokals.
Das Spiel, das in Foxborough stattfand, wurde von einigen als eine Art Pflichtaufgabe für Frankreich beschrieben, da die erwartete Spannung eines WM-Viertelfinales kaum spürbar war. Frankreichs Bilanz bei diesem Turnier ist mit sechs Siegen und einer Tordifferenz von 16:2 Toren beeindruckend.
Mbappé und der Teamgeist
Kylian Mbappé zeigte erneut seine Nervenstärke, auch nach einem verschossenen Elfmeter in der 28. Minute gegen Marokko. Dieser Elfmeter war nach einer langen Wartezeit aufgrund einer Überprüfung eines Fouls zustande gekommen. Mbappé räumte ein, dass der Schuss nicht gut war und die Situation durch das Durcheinander knifflig gewesen sei. Trotz dieses Rückschlags, bei dem er an Marokkos Torwart Bono scheiterte, ließ er sich nicht beirren.
Sein 20. WM-Treffer seiner Karriere brachte Frankreich nach einer Stunde auf Kurs. Wenige Minuten später bereitete Mbappé ein Tor für Dembélé vor, der den Treffer vollendete. Mbappé betonte nach dem Spiel, dass es nicht darum gehe, wer die Tore erzielt, sondern dass die Mannschaft für Frankreich kämpfe. Diese Geschlossenheit des französischen Teams, das mehrere Topstars wie Mbappé und Dembélé umfasst, ist bemerkenswert.
Der schwedische Ex-Stürmer Ibrahimovic lobte nach dem Sieg gegen Marokko den Münchner Olise als einen der zuverlässigsten Vorbereiter von Mbappé. Ibrahimovic verglich Olise mit Tom Brady, dem ehemaligen Quarterback der New England Patriots, die in dem Stadion spielen, in dem Frankreich seine Erfolgsserie fortsetzte.

Marokkos Kampf und die Reaktionen
Marokko schied nach der 0:2-Niederlage aus dem Turnier aus. Die Mannschaft hatte sich in diesem Turnier viel Anerkennung erspielt, doch gegen Frankreich schien sie chancenlos. Obwohl die offizielle Statistik fünf Torschüsse für Marokko verzeichnete, war keiner davon wirklich gefährlich. Der erwartete Torewert (xG) lag bei 0,14, was als sehr niedrig gilt.
Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi äußerte sich enttäuscht, betonte aber, dass die Mannschaft alles gegeben habe und gegen eine großartige Mannschaft gespielt habe. Er merkte an, dass Marokko beim Umschalten etwas gefehlt habe. Die überraschende Mauertaktik Marokkos, eine Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022, hatte nur eine Stunde lang Erfolg.
Die marokkanische Mannschaft musste zudem ohne Ismael Saibari auskommen, der angeschlagen fehlte und als offensiver Anker galt. Ayyoub Bouaddi erklärte, dass das Spiel hart gewesen sei und jeder hundert Prozent gegeben habe. Er fügte hinzu, dass dieses Spiel der Mannschaft zeigen werde, was für kommende Turniere noch fehle. Die nächsten Ziele Marokkos sind laut Ouahbi, erneut den Afrika-Cup zu gewinnen und sich weiterzuentwickeln, da sie einen starken Verband und fantastische junge Spieler haben.
Internationale Pressestimmen
Die internationalen Medien zeigten sich beeindruckt von Frankreichs Leistung. Die französische Zeitung L’Équipe titelte „Nicht aufzuhalten“, während Le Parisien bereits auf den WM-Pokal blickte und schrieb, dass Frankreich noch zwei Spiele gewinnen müsse, die wichtigsten ihrer gesamten Fußballkarriere. Le Figaro hob hervor, dass Frankreich im Viertelfinale in Foxborough gegen Marokko lange Geduld beweisen musste, bis das Duo Mbappé/Dembélé Marokko bezwang.
In den USA schrieb The Athletic, dass Mbappé glänzte und Frankreich das WM-Halbfinale erreichte, und fragte, ob jemand die Mannschaft überhaupt stoppen könne. The Telegraph in England sprach von einem ungefährdeten Sieg für Frankreich und bemerkte, dass die Mannschaft ins Halbfinale spazierte. Der Guardian blickte auf die Veränderungen in der WM-Torjägerliste und stellte fest, dass Kylian Mbappé das Rennen um den goldenen Schuh anführt, allerdings dank seiner Vorlagen und obwohl er ein Spiel mehr absolviert hat als seine engsten Verfolger Lionel Messi, Erling Haaland und Harry Kane.
Die Daily Mail bezeichnete Kylian Mbappé als „einfach nicht aufzuhalten“ und bemerkte, dass man fast darauf wetten könne, dass er bei einem WM-Spiel den Ball im Tor unterbringt. In Spanien konzentrierten sich die Schlagzeilen ebenfalls auf Mbappé. Die Sportzeitung Marca schrieb: „Mbappé knackt den unbezwingbaren Bono.“ AS hob neben Mbappé auch Nationaltrainer Didier Deschamps hervor, der bei seiner dritten WM-Teilnahme als Trainer erneut nicht enttäuschte und mindestens wieder die vorletzte Runde des Turniers erreichte. Mundo Deportivo schwärmte von Mbappé als „Genie“ und „geborenem Torjäger“. Die Gazzetta dello Sport in Italien urteilte: „Frankreich ist von einem anderen Planeten: Mbappé und Dembélé schießen Marokko aus dem Turnier.“ Der Schweizer Blick schrieb: „Mbappé macht Penalty-Bock wett und rückt Messi auf die Pelle.“ Die österreichische Krone sah Frankreich derweil bereits als Topfavoriten auf den Titel.
In der ewigen WM-Torjägerliste ist Mbappé nun bis auf einen Treffer an Rekordhalter Lionel Messi aus Argentinien herangerückt. In der Torschützenliste dieses Turniers liegen sie mit jeweils acht Treffern gleichauf.
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Source: web.de