Marokko setzt sich neues Ziel für die Weltmeisterschaft 2030

FIFA WM 2026: Marokko steckt sich neues Ziel

Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026 hat sich die marokkanische Nationalmannschaft ein neues Ziel gesetzt: den Titel bei der Heim-Weltmeisterschaft 2030. Trainer Ouahbi betonte die Notwendigkeit, sich selbstkritisch mit der Leistung auseinanderzusetzen und weitere Schritte zur Verbesserung zu unternehmen. Das Team plant, eine Mannschaft aufzubauen, die in der Lage ist, um Titel zu kämpfen.

Bei der Weltmeisterschaft 2026 unterlagen die Marokkaner im Viertelfinale der Mannschaft von Didier Deschamps. Während der 90 Minuten gelang ihnen lediglich ein Schuss auf das französische Tor. Ouahbi äußerte sich unzufrieden mit der gezeigten Leistung und hob hervor, dass eine objektive und selbstkritische Bewertung erfolgen müsse. Der Trainer, der erst wenige Monate vor der WM engagiert wurde, ist zuversichtlich, dass das Team in vier Jahren stärker zurückkehren kann.

Vorbereitung auf die Heim-WM 2030

Marokko wird die Weltmeisterschaft 2030 gemeinsam mit Spanien und Portugal ausrichten. Dies bietet dem Team eine Gelegenheit, sich vor heimischem Publikum zu präsentieren. Für die Vorbereitung auf dieses Turnier bleiben den Marokkanern vier Jahre Zeit, um an den notwendigen Details zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln. Ein wichtiger Aspekt wird dabei sein, die Mannschaft zu stärken und auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten.

Der in Frankreich geborene Mittelfeldspieler Ayyoub Bouaddi, der sich im Mai für Marokko entschieden hatte, teilte die Ansicht seines Trainers. Der 18-Jährige, der zuvor Kapitän des französischen U21-Nationalteams war, erklärte, dass das Team wisse, was verbessert werden müsse, um noch stärker zu werden. Das Spiel gegen Frankreich werde dazu beitragen, zu wachsen und die Bereiche zu identifizieren, die für zukünftige Wettbewerbe optimiert werden müssen.

Die marokkanische Nationalmannschaft hatte bei der Weltmeisterschaft in Katar vor vier Jahren mit dem Einzug ins Halbfinale überrascht. In Nordamerika zeigten die Nordafrikaner erneut starke Leistungen, auch wenn der Auftritt im Viertelfinale als nicht optimal bewertet wurde. Das Fehlen des besten Torschützen Ismael Saibari aufgrund einer Verletzung war ein Rückschlag für das Team.

Internationale Fußball-Nachrichten

Währenddessen gab es auch andere bemerkenswerte Ereignisse im internationalen Fußball. Der kolumbianische Fußballverband verurteilte öffentlich Morddrohungen gegen Nationalspieler Jaminton Campaz und seine Familie. Diese Drohungen folgten, nachdem Campaz im Achtelfinale gegen die Schweiz eine Siegchance in der Verlängerung vergeben hatte. Berichten zufolge entschied sich der 25-jährige Stürmer aus Sicherheitsgründen, vorerst nicht in seine Heimat zurückzukehren.

Jaminton Campaz nach seiner vergebenen Chance.© IMAGO/NurPhoto/Indrawan Kumala
Jaminton Campaz nach seiner vergebenen Chance.© IMAGO/NurPhoto/Indrawan Kumala Credit: web.de

In Kolumbien ist man besonders sensibel für solche Drohungen, da Verteidiger Andrés Escobar nach einem Eigentor bei der Weltmeisterschaft 1994 ermordet wurde. Der kolumbianische Fußballverband forderte die Generalstaatsanwaltschaft auf, die Ermittlungen zu den Drohungen gegen Campaz zu beschleunigen. Campaz selbst äußerte sich auf Instagram und bat darum, den Respekt nicht zu verlieren, auch wenn es Meinungsverschiedenheiten oder Frustration gebe.

Weitere Nachrichten betrafen die US-Nationalmannschaft, deren Ausscheiden gegen Belgien einen TV-Rekord in den USA verursachte. Im Schnitt schalteten 50,1 Millionen Menschen ein. Auch ein Rassismus-Eklat um Kylian Mbappé sorgte für Aufsehen, nachdem eine paraguayische Senatorin rassistische Äußerungen gegen den französischen Fußballstar gemacht hatte. Die Senatorin meldete daraufhin einen möglichen Hackerangriff auf ihr Instagram-Konto.

In Norwegen gab es vor dem Viertelfinale der norwegischen Nationalmannschaft gegen England einen Mangel an Großbildschirmen für Public Viewings. Viele Gemeinden und Veranstalter suchten händeringend nach Geräten, da die Nachfrage nach dem Sieg gegen Brasilien stark gestiegen war. Das Spiel zwischen Norwegen und England fand in Miami statt.

Die Schweiz musste im Viertelfinale gegen Argentinien auf Johan Manzambi verzichten, der bereits im Achtelfinale wegen einer Knieprellung fehlte. Manzambi ist mit drei Treffern der beste Schweizer Torschütze des Turniers. Die Schweiz erreichte zum ersten Mal seit 72 Jahren wieder das Viertelfinale einer Weltmeisterschaft.

Trainer Stale Solbakken von Norwegen sprach über die Trainingsintensität seines Stürmers Erling Haaland. Solbakken erklärte, dass Haaland am Samstagabend im Viertelfinale gegen England in Miami in der Startelf stehen würde, wo es zum Duell mit Harry Kane kommen sollte. Die klimatischen Bedingungen in Miami mit hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit führten dazu, dass das Training der Mannschaft entsprechend angepasst wurde, um die Spieler frisch für das Spiel zu halten.

Die marokkanische Nationalmannschaft hat nun vier Jahre Zeit, um sich auf die Heim-Weltmeisterschaft 2030 vorzubereiten und die notwendigen Verbesserungen vorzunehmen.

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Source: sport.orf.at

Felix Brandt

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.