DFB-Team trifft auf Paraguay
Die deutsche Nationalmannschaft trifft im Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft auf Paraguay. Das Spiel findet am kommenden Montag um 22.30 Uhr statt und wird in Foxborough im Boston Stadium ausgetragen. Diese Begegnung wurde nach der 0:1-Niederlage von Uruguay gegen Spanien bestätigt.
Die Klärung des Gegners erfolgte früher als ursprünglich erwartet. Bundestrainer Julian Nagelsmann erhielt die Information über den ersten K.o.-Gegner mehr als 24 Stunden früher als angenommen. Im ungünstigsten Fall hätte die Entscheidung erst rund 40 Stunden vor dem Anpfiff fallen können.
Nagelsmann hatte zuvor mitgeteilt, dass sein Trainerteam sich aufgeteilt hatte, um die verschiedenen möglichen Gegner zu analysieren und sich auf eine Nachtschicht vorzubereiten. Er äußerte jedoch Kritik am Turniermodus, da dieser zu großem Zeitdruck führe und man dafür bestraft werde, Gruppenerster geworden zu sein.
Historische Begegnungen und aktuelle Diskussionen
Die Bilanz des DFB-Teams gegen Paraguay ist positiv. Die letzte Begegnung war ein Freundschaftsspiel im Jahr 2013, das 3:3 endete. Bei einer Weltmeisterschaft trafen die beiden Mannschaften bisher einmal aufeinander, im Achtelfinale 2002, als Deutschland durch ein Tor von Oliver Neuville gewann.
Der marokkanische Schiedsrichter Jalal Jayed wird die Partie zwischen Deutschland und Paraguay leiten. Er war bereits beim deutschen Auftaktspiel am 14. Juni, einem 7:1-Sieg gegen Curaçao, im Einsatz. Auch beim 5:0-Sieg von Portugal gegen Usbekistan war er als Schiedsrichter tätig. Seine Landsleute Zakaria Brinsi und Mostafa Akarkad unterstützen ihn an den Seitenlinien, während Ma Ning aus China als Vierter Offizieller fungiert.
Im Vorfeld des Spiels gibt es Diskussionen um die Position von Joshua Kimmich. Nach Lothar Matthäus sprach sich auch Philipp Lahm für eine Rückversetzung Kimmichs ins Mittelfeld aus. Lahm schrieb in seiner Kolumne, dass Aleksandar Pavlovic im Turnier noch nicht überzeugt habe und Kimmich im Mittelfeld der Mannschaft Stabilität geben würde.
Kimmich, der unter Bundestrainer Julian Nagelsmann als Kapitän und derzeit als Rechtsverteidiger spielt, habe etwa zehn Jahre auf hohem Niveau im Mittelfeld gespielt, sowohl in der Nationalmannschaft als auch beim FC Bayern. Lahm schlug vor, Waldemar Anton im Spiel gegen Paraguay als Rechtsverteidiger aufzustellen und Felix Nmecha an Kimmichs Seite im Mittelfeld zu platzieren.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler äußerte sich auf einer Pressekonferenz dazu, dass Kimmich „da, wo er spielt, ganz gut aufgestellt“ sei. Nagelsmann hatte einen erneuten Positionswechsel bisher abgelehnt, betonte aber nach der Niederlage gegen Ecuador, dass man im Fußball nichts ausschließen sollte. Die Weltmeisterschaft findet in den USA, Kanada und Mexiko statt.

In der Zwischenzeit hat der schottische Nationaltrainer Steve Clarke sein Amt nach dem Ausscheiden seines Teams in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft niedergelegt. Schottland belegte in der Gruppe C hinter Brasilien und Marokko mit drei Punkten den dritten Platz. Der Verbandschef Ian Maxwell würdigte die Fortschritte, die unter Clarke in den vergangenen sieben Jahren erzielt wurden.
Clarke dankte seinen Spielern in einem offenen Brief und betonte, dass sie all die Erinnerungen, die seit 2019 gesammelt wurden, ohne sie niemals hätten erleben können. Er bezeichnete es als große Ehre, ihr Trainer gewesen zu sein. Das Ausscheiden Schottlands stand nach weiteren Gruppenspielen am Samstagabend endgültig fest.
Europameister Spanien hat vor seinem ersten K.o.-Duell bei dieser Weltmeisterschaft Sorgen im Sturm. Yéremy Pino könnte die Endrunde nach einer Verletzung vorzeitig beendet haben. Zudem droht den Iberern der Ausfall von Nico Williams, der im letzten Gruppenspiel gegen Uruguay gefoult wurde und humpelte.
Williams schrieb in den sozialen Medien, dass dies einer der schlimmsten Tage seines Lebens sei und er sich nach einem schwierigen Jahr erneut verletzt habe. Er betonte, dass die Verletzung, die ihm aus Frustration zugefügt wurde, hätte vermieden werden können, ihn aber nicht aufhalten werde. Eine Mitteilung der spanischen Nationalmannschaft zu seinem Status stand zunächst aus.
Der DFB-Präsident Bernd Neuendorf betonte am Rande der Weltmeisterschaft die gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs und sprach sich gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus aus. Er wies auf die besondere Verantwortung des DFB hin, die aus der Geschichte erwachsen sei, und betonte die Notwendigkeit, sich klar für Vielfalt und gegen jede Form der Ausgrenzung einzusetzen. Neuendorf sprach auf Einladung der Vereinten Nationen, des World Jewish Congress und der NGO „what matters“ in New York City.
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Source: t-online.de