Los Angeles: Spanien besiegt Österreich im WM-Sechzehntelfinale

WM 2026: Spanien zu stark für Österreich – Rangnick fährt rein und fliegt raus! - BILD

Spanien dominiert Partie im SoFi Stadium

Spanien hat sich im WM-Sechzehntelfinale gegen Österreich mit einem 3:0-Sieg durchgesetzt. Die Partie fand im SoFi Stadium in Los Angeles statt, einer Arena, die auch als Heimat der Rams und Chargers bekannt ist und in der im Februar der Super Bowl ausgetragen wird. Für Österreich markierte dieses Spiel das erste K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft seit 1954.

Die Spanier übernahmen von Beginn an die Kontrolle über das Spiel und ließen die Führung nur als Frage der Zeit erscheinen. Die Mannschaft von Ralf Rangnick musste sich dem Druck des Europameisters beugen. Für Österreich endete damit die Reise bei der Weltmeisterschaft, nachdem das Team erstmals seit 44 Jahren wieder die Gruppenphase überstanden hatte.

Bereits in der ersten Minute gab Lamine Yamal einen Warnschuss ab. Obwohl Österreich zunächst besser ins Spiel fand als gegen Argentinien, übernahm Spanien sukzessive das Zepter. Eine Druckphase der Spanier führte zu unpräzisen Pässen und Abschlüssen, doch die Überlegenheit war deutlich spürbar.

Kontroverse und spanische Tore

In der 29. Minute kam es zu einer strittigen Szene, als Ösi-Keeper Alexander Schlager den Ball vor die Füße von Marc Cucurella faustete, der daraufhin einschoss. Der Treffer wurde jedoch wegen eines angeblichen Foulspiels am Torhüter nicht anerkannt. Laut dem ARD-Schiri-Experten Lutz Wagner war dies eine normale Zweikampfführung ohne Stoßen, Halten oder Ziehen.

Dieser Aufreger schien das spanische Offensivspiel zusätzlich zu befeuern. Wenig später, in der 36. Minute, bereitete Cucurella das 1:0 vor, indem er den Ball flach in die Mitte spielte, wo Mikel Oyarzabal goldrichtig stand und direkt einschob. Österreich hatte Glück, mit nur einem Tor Rückstand in die Pause zu gehen, da Alex Baena einen Freistoß an die Latte setzte und Schlager einen weiteren Abschluss von Yamal parierte.

Nach der Pause erhöhte Pedro Porro in der 66. Minute per Kopf auf 2:0 nach einer Hereingabe von Baena. Dies war Porros erster Länderspieltreffer. Oyarzabal, der bereits gegen Saudi-Arabien einen Doppelpack erzielt hatte, sorgte kurz vor Schluss in der 89. Minute für den 3:0-Endstand, indem er alleine vor Schlager traf.

Rangnicks Reaktionen und Ausblick

Ralf Rangnick, der aufgrund mehrerer Sprunggelenksoperationen im vergangenen Jahr mit einem Golfcart ins Stadion gefahren war, versuchte, mit Wechseln auf die spanische Dominanz zu reagieren. Er tauschte seine Stammsechser Nicolas Seiwald und Xaver Schlager aus und brachte Carney Chukwuemeka sowie Florian Grillitsch ins Spiel. Später wurden auch Marko Arnautovic und Sasa Kalajdzic eingewechselt.

Kalajdzic hatte in der 61. Minute eine der wenigen nennenswerten Chancen für Österreich, als er einen Kopfball nach einer Flanke von Marcel Sabitzer knapp über das Tor setzte. Trotz der Bemühungen der Rangnick-Elf blieb die Offensive zu harmlos, und Spanien kontrollierte weiterhin das Geschehen.

Rangnick äußerte sich enttäuscht über das Ausscheiden, betonte jedoch, dass das Team sein Mindestziel erreicht habe. Er hob hervor, dass Österreich in einer schwierigen Gruppe weitergekommen sei und gegen nahezu jeden anderen Gegner gute Chancen gehabt hätte, weiterzukommen. Marko Arnautovic, der sein 137. und angekündigtes letztes Länderspiel bestritt, zeigte sich stolz auf die Entwicklung des Teams, aber auch traurig, seine „zweite Familie“ nicht mehr auf dem Platz zu sehen.

Marcel Sabitzer erkannte die Überlegenheit der Spanier an und betonte, dass die fehlende Genauigkeit beim letzten Pass den Unterschied gemacht habe. Luis de la Fuente, der spanische Teamchef, zeigte sich glücklich und zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und betonte, dass das Team in allen Bereichen abgeliefert habe. Spanien trifft im Achtelfinale am Montag um 21 Uhr auf den Sieger der Partie zwischen Portugal und Kroatien.

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Source: bild.de

Felix Brandt

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.