Zverev zieht souverän in die dritte Wimbledon-Runde ein

Wimbledon: Zverev fegt über Royer hinweg in die 3. Runde - sportschau.de

Alexander Zverev hat sich am Donnerstag ohne größere Schwierigkeiten für die dritte Runde in Wimbledon qualifiziert. Der Weltranglistendritte setzte sich gegen den Franzosen Valentin Royer mit 6:1, 6:3 und 7:6 (7:3) durch. Nach einer Spielzeit von 2:04 Stunden verwandelte Zverev seinen dritten Matchball mit einem Ass.

Zverev zeigte sich nach dem Match zufrieden mit seiner Leistung. Er resümierte, dass er ein nahezu perfektes Match gespielt habe und lediglich am Ende etwas die Konzentration verloren habe. Seine Freude über das Spielen und Gewinnen in Wimbledon hob er hervor.

Dominanter Auftritt auf dem Rasen

Nachdem Zverev in der ersten Runde gegen Alexander Blockx noch Anlaufschwierigkeiten hatte, präsentierte er sich gegen Royer von Beginn an dominant. Ein frühes Break im ersten Satz leitete die schnelle Führung für den Hamburger ein. Der French-Open-Sieger leistete sich nur wenige Fehler und platzierte seine Winner präzise im Feld.

Die Zuschauer auf Court 1 erlebten ein einseitiges Match, in dem Zverev die Partie fest im Griff hatte. Der erste Satz ging bereits nach 32 Minuten an den deutschen Spieler. Royer, die Nummer 75 der Weltrangliste, konnte dem druckvollen Spiel des Favoriten über weite Strecken nicht viel entgegensetzen.

Alexander Zverev während des Matches gegen Valentin Royer in Aktion
Alexander Zverev während des Matches gegen Valentin Royer in Aktion Credit: sportschau.de

Auch im zweiten Satz hielt Zverev den Druck aufrecht. Royer wirkte zunehmend genervt und ratlos. Ein erneutes schnelles Break zugunsten von Zverev führte dazu, dass Royer sogar einen Schlägerwechsel vornahm, was jedoch keine Veränderung im Spielgeschehen bewirkte. Zverev, der sich in Topform präsentierte, blieb bei eigenem Aufschlag konstant und nahezu fehlerlos. Der zweite Satz dauerte ebenfalls nur etwas länger als eine halbe Stunde.

Royers Kampf und Zverevs kühler Abschluss

Trotz des deutlichen Rückstands gab Royer nicht auf. Nach einer kurzen Pause in den Katakomben verlor der 25 Jahre alte Franzose jedoch direkt sein erstes Aufschlagspiel im dritten Satz. Überraschenderweise nutzte Royer später seinen ersten Breakball zum zwischenzeitlichen 4:4-Ausgleich, als Zverev kurzzeitig die Konzentration verlor und einige Fehler machte.

Dies führte dazu, dass Zverev den Umweg über den Tiebreak nehmen musste. Dort zeigte er sich jedoch wieder nervenstark und sicherte sich den Einzug in die nächste Runde. Nach dem Gewinn der French Open betonte Zverev, dass er jedes Match ernst nehmen müsse, da die Zeit zwischen den Turnieren sehr kurz sei.

In der nächsten Runde trifft Zverev auf den US-Amerikaner Marcos Giron, der Quentin Halys mit 7:6 (7:5), 6:3, 6:4 besiegte. Gegen Giron, die Nummer 92 der Welt, hat Zverev eine positive Bilanz von 4:0. Zverev äußerte sich optimistisch und betonte, dass er sich auf ein großes Ergebnis in Wimbledon freue, wenn er weiterhin so spiele.

Das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon war in der Vergangenheit oft eine Herausforderung für Zverev, doch dieses Jahr fühle es sich anders an. Der Titelgewinn in Roland-Garros habe ihm mehr Freude und Freiheit gegeben. Das Ziel ist es, das Achtelfinale zu übertreffen, welches bisher sein bestes Ergebnis in Wimbledon war.

Im Achtelfinale könnte es zu einem Duell mit Jiri Lehecka kommen, der als Nummer 14 des ATP-Rankings eine höhere Hürde darstellt. Im Viertelfinale droht ein Match gegen den an Position sechs gesetzten Taylor Fritz, gegen den Zverev die letzten sieben Partien verloren hat. Sollte er Fritz besiegen, wäre im Halbfinale ein Match gegen Alex de Minaur wahrscheinlich. Im Endspiel könnte Zverev auf Titelverteidiger Jannik Sinner oder den siebenmaligen Wimbledon-Champion Novak Djokovic treffen.

Zverev, der derzeit Dritter der Weltrangliste ist, könnte durch einen Finaleinzug in Wimbledon auf Position zwei vorrücken und damit Carlos Alcaraz überholen. Er betonte jedoch, dass ihm die Nummer zwei relativ egal sei, da er diese Position bereits mehrmals innehatte. Sein Fokus liegt auf der Nummer eins der Welt, die für ihn eine andere Bedeutung hat. Das nächste Spiel findet am Sonnabend statt.

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Source: sportschau.de

Felix Brandt

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.