Martínez‘ anhaltende Handverletzung
Emiliano Martínez, der Torwart der argentinischen Nationalmannschaft, hat kurz vor dem Finale der Fußball-WM weiterhin mit den Folgen einer Verletzung an seiner rechten Hand zu kämpfen. Er berichtete, dass seine Hand jeden Tag schmerze. Diese Aussage machte der 33-Jährige vor dem Spiel gegen Europameister Spanien in East Rutherford, nahe New York.
Die Verletzung zog sich Martínez am 20. Mai vor dem Europa-League-Finale in Istanbul während des Aufwärmens zu. Dabei brach er sich den Ringfinger der rechten Hand. Trotz dieser Verletzung gewann er anschließend mit seinem englischen Verein Aston Villa ein Spiel gegen den SC Freiburg mit 3:0.
Martínez gab an, dass ihm jeder Spezialist, mit dem er gesprochen hatte, zu einer Operation geraten habe. Er entschied sich jedoch, den Eingriff zu verschieben. Der Routinier erklärte, dass es ihn geplagt habe, da er das Training liebe. Seit dem WM-Achtelfinale sei es ihm wieder möglich, normal zu trainieren, und er fühle sich deutlich besser. Martínez war bereits 2022 der Stammtorhüter der Argentinier, als sie in Katar zum dritten Mal Weltmeister wurden.

Vorbereitungen auf das Finale und Spaniens Zuversicht
Auf der Pressekonferenz vor dem Finale richtete Martínez einen Appell an seine Mannschaft. Er forderte sie auf, den Moment zu genießen, da es im Profifußball sehr schwer sei, die Gegenwart zu schätzen und zu erkennen, wo man stehe. Er fügte hinzu, dass ihm manchmal Tränen kämen, wenn er an die bisherigen Erfolge denke.
Der spanische Spielmacher Rodri warnte davor, Argentinien im WM-Finale ausschließlich auf Lionel Messi zu reduzieren. Er bezeichnete Messi als den besten Spieler aller Zeiten, betonte jedoch, dass Argentinien mehr sei als nur Messi. Rodri, Mittelfeldspieler von Manchester City, äußerte die Ansicht, dass die beiden Mannschaften aufeinandertreffen würden, die als Team am besten zusammenarbeiten.
Das Selbstvertrauen der Spanier ist nach dem Auftritt im Halbfinale gegen Frankreich, das sie mit 2:0 gewannen, hoch. Rodri erklärte am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Manhattan vor Journalisten, dass ihr Ziel sei, genau dort zu stehen, wo sie jetzt sind. Er betonte, dass sie die Weltmeisterschaft gewinnen wollten und wüssten, dass sie es könnten. Er fügte hinzu, dass sie gezeigt hätten, dass sie große Rivalen schlagen können, und nun vor dem bisher härtesten Gegner stünden. Rodri sah dies als den perfekten Test, um zu sehen, ob sie den WM-Pokal wirklich holen können. Er betonte, dass sie mehr Siegeswillen als Angst vor einer Niederlage haben müssten.
Weitere Entwicklungen und Personalien
Der ehemalige spanische Nationalspieler Joan Capdevila durfte nicht in die USA einreisen, um das Finale zu besuchen. Sein ESTA-Antrag wurde abgelehnt, da er vor zehn Jahren für ein Spiel in den Iran gereist war. Capdevila, 48 Jahre alt, hatte sich in seiner Verzweiflung auf „X“ an US-Präsident Donald Trump gewandt, um Hilfe zu erhalten.
Der Wechsel des Schweizer WM-Teilnehmers Johan Manzambi vom SC Freiburg zu Europa-League-Sieger Aston Villa ist bestätigt. Beide Vereine bestätigten den Transfer am Freitag. Laut englischen Medienberichten soll die Ablösesumme, einschließlich möglicher Boni, knapp 70 Millionen Euro betragen, was eine Rekordablöse für den Bundesligisten darstellt. Manzambi erzielte bei der WM-Endrunde drei Tore und gab zwei Vorlagen. Im Achtelfinale gegen Kolumbien und im Viertelfinale gegen Titelverteidiger Argentinien fehlte der 20-Jährige den Eidgenossen aufgrund einer Knieprellung.
Der langjährige FIFA-Präsident Joseph „Sepp“ Blatter übte erneut Kritik am Fußball-Weltverband. Der 90-Jährige missbilligte die Halbzeitshow am Sonntag im Finale zwischen Argentinien und Spanien. Er schrieb auf X, dass die Trinkpausen nur der Anfang gewesen seien und nun der Höhepunkt des Turniers, die längste Halbzeitpause der Fußballgeschichte, bevorstehe. Blatter bezeichnete das WM-Finale als Kopie des Super Bowls. Erstmals in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft wird es am Sonntag vor Beginn des zweiten Abschnitts eine Halbzeitshow geben, bei der Madonna, Shakira und die K-Pop-Band BTS auftreten sollen.
Die spanische Königsfamilie, darunter König Felipe VI., Königin Letizia, Kronprinzessin Leonor und Infantin Sofía, wird am Sonntag beim WM-Finale in East Rutherford anwesend sein. Dies wurde vom Königshaus in Madrid bestätigt.
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Source: sportschau.de