UAE Team Emirates dominiert die Vogesen-Etappe
Tadej Pogačar von UAE Team Emirates sicherte sich den Tagessieg auf der anspruchsvollen 14. Etappe durch die Vogesen. Mit seinem taktischen Geschick verhalf er auch seinem Teamkollegen Isaac Del Toro zu einem Podiumsplatz. Die Mannschaft von UAE Team Emirates zeigte sich erneut dominant, während die Kapitäne von Red Bull-Bora-hansgrohe, Florian Lipowitz und Remco Evenepoel, Rückschläge hinnehmen mussten.
Auf der Etappe von Mülhausen nach Le Markstein Fellering versuchten Fahrer wie Tobias Halland Johannessen von Uno-X, sich in einer Ausreißergruppe zu behaupten. Trotz eines zwischenzeitlichen Vorsprungs von über vier Minuten wurden Johannessen und Richard Carapaz als letzte Ausreißer 8,3 Kilometer vor dem Ziel von der Favoritengruppe eingeholt. Kurz darauf attackierte Pogačar und fuhr ungefährdet seinem vierten Etappensieg entgegen.
Pogačars Taktik, auf den letzten zwei Kilometern des Anstiegs zum Col du Haag zu warten, ermöglichte es Del Toro, den Anschluss an die Favoritengruppe zu halten und schließlich den Sprint um den zweiten Platz vor Paul Seixas zu gewinnen. Dies brachte Del Toro sechs Bonussekunden ein und festigte seine Position im Kampf um das Weiße Trikot und einen Podiumsplatz in Paris. Experte Robert Bengsch lobte die Leistung von UAE Team Emirates als „Computerspiel von Anfang an“.
Herausforderungen für Red Bull-Bora-hansgrohe
Für Red Bull-Bora-hansgrohe verlief die 14. Etappe durchwachsen. Florian Lipowitz, der vor der Etappe noch optimistisch war, musste feststellen, dass seine Beine im Finale nicht ganz ausreichten, um mit Jonas Vingegaard und Paul Seixas mitzuhalten. Auch Remco Evenepoel fiel am letzten Anstieg früh aus der Favoritengruppe zurück. Trotzdem gelang es beiden, auf dem kurzen Flachstück ins Ziel wieder zusammenzufinden und den Zeitverlust zu begrenzen.
Evenepoel äußerte sich gegenüber Sporza zufrieden mit der Zusammenarbeit im Team, die nach anfänglichen Spannungen offenbar besser funktioniert. Er betonte, dass er Lipowitz gebeten habe, so gut wie möglich zusammenzuarbeiten, was gut geklappt habe. Obwohl sie über zehn Sekunden auf Del Toro und Seixas verloren, bleiben Evenepoel und Lipowitz im Kampf um die Podiumsplätze. Evenepoel liegt als Dritter 34 Sekunden hinter Jonas Vingegaard und 15 Sekunden vor Paul Seixas im Gesamtklassement, während Lipowitz als Sechster 40 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen hat.
Paul Seixas hingegen zeigte eine beeindruckende Leistung und verbesserte sich im Klassement von Platz sechs auf vier. Er bewies, dass er auch nach zwei Rennwochen auf höchstem Niveau mithalten kann. Sein Team leistete ebenfalls gute Arbeit, um ihn am Berg zu positionieren.
Ausblick und Fan-Begeisterung
Die 15. Etappe wird die Fahrer zum Plateau de Solaison führen, einem Anstieg, der Evenepoel nach eigener Aussage liegen sollte. Er sieht auch einen Vorteil im Zeitfahren nach dem Ruhetag. Das Team Red Bull-Bora-hansgrohe bleibt zuversichtlich, in der dritten Woche, insbesondere in den Alpen, Boden gutmachen zu können.
Die Etappe durch die Vogesen war auch ein großes Fan-Fest. Tausende Anhänger säumten die Strecke, besonders an den Anstiegen zum Grand Ballon, Ballon d’Alsace und Col du Haag. Fahrer wie Felix Großschartner und Florian Lipowitz zeigten sich begeistert von der Stimmung und dem Zuspruch der Zuschauer. Auch Pogačar bedankte sich bei den Fans für die unvergessliche Atmosphäre.

Der frühere deutsche Radstar Jan Ullrich war nach 20 Jahren erstmals wieder als Zuschauer bei der Tour de France dabei und zeigte sich beeindruckt von der Leistung von Lipowitz. Ullrich traut Lipowitz, der im Vorjahr als erster Deutscher seit 2006 das Podium in Paris erreichte, erneut einen Podiumsplatz zu. Die nächste Kletterpartie am Sonntag wird die Fahrer auf der 15. Etappe zum Plateau de Solaison führen.
Read Also
Source: eurosport.de