Tour de France: Florian Lipowitz stürzt und muss Rennen aufgeben

Tour de France: Florian Lipowitz stürzt, muss das Rennen aufgeben - BILD

Der deutsche Radsportler Florian Lipowitz musste die Tour de France nach einem schweren Sturz im Einzelzeitfahren aufgeben. Der Vorfall ereignete sich auf der Strecke von Evian-les-Bains nach Thonon-les-Bains.

Lipowitz, der vor der Etappe auf dem fünften Gesamtrang lag, kam in einer Rechtskurve zu weit nach außen und prallte mit der Schulter gegen einen Bordstein. Er konnte nach dem Sturz nicht selbstständig aufstehen und wurde auf einer Trage in ein Krankenhaus gebracht. Der Red Bull-Fahrer hatte zuvor im Rennen Zeit auf seine Konkurrenten um den dritten Platz, Isaac del Toro und Paul Seixas, gutgemacht.

Evenepoel gewinnt Etappe, zeigt sich betroffen

Trotz des dramatischen Ausscheidens von Lipowitz gewann sein Teamkollege Remco Evenepoel die 16. Etappe. Evenepoel, der die Konkurrenz deutlich hinter sich ließ und einen Vorsprung von 28 Sekunden auf Tadej Pogacar hatte, äußerte sich betroffen über den Sturz seines Teamkollegen. Er bezeichnete seinen Sieg als „bittersüß“ und wünschte Lipowitz eine schnelle Genesung.

Evenepoel liegt in der Gesamtwertung 4:32 Minuten hinter Pogacar. Sein Vorsprung auf den vierten Platz, den Seixas belegt, beträgt vor den kommenden drei schweren Alpen-Etappen 2:39 Minuten. Das Ziel des Red Bull-Teams ist es, einen Fahrer am Sonntag in Paris auf dem Podium zu platzieren.

Auch Pogacar zeigte sich besorgt und erklärte, dass er selbst beinahe an derselben Stelle gestürzt wäre, da Organisationsfahrzeuge seine Sicht auf die Kurve behinderten.

Dopingkontrollen vor der Etappe

Die Nacht vor der Etappe verlief für Evenepoel und Lipowitz nicht wie gewohnt. Alle acht Fahrer des Red Bull-Teams wurden gegen 22 Uhr einer Dopingkontrolle unterzogen. Ein Sprecher bestätigte, dass die Kontrollen professionell durchgeführt wurden und nicht zu den umstrittenen Nachtkontrollen gehörten, die zuvor bei Pogacar und Jonas Vingegaard stattfanden.

Der Sturz von Lipowitz ist bereits der zweite Ausfall eines Top-Fahrers nach dem Unfall von Vingegaard, der ebenfalls nach einem schweren Sturz bei der 15. Etappe aufgeben musste. Vingegaard war der bisherige Zweitplatzierte in der Gesamtwertung.

Nach drei Etappen, die von den Favoriten um die Gesamtwertung geprägt waren, könnte die kommende Etappe am Mittwoch eine Chance für die Sprinter bieten. Die größtenteils flache Strecke von 174,7 Kilometern zwischen Chambery und Voiron könnte in einem Massensprint enden.

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Source: bild.de

Felix Brandt

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.