Nach seinem Abschied vom FC Bayern ist Leon Goretzka weiterhin auf der Suche nach einem neuen Verein. Berichten aus Italien zufolge hat Juventus Turin den Kontakt zum derzeit vereinslosen Mittelfeldspieler wieder aufgenommen. Eine Verpflichtung des ehemaligen Bayern-Profis könnte sich jedoch aufgrund seiner finanziellen Forderungen als kostspielig erweisen.
Das italienische Portal „Calciomercato“ berichtet, dass der italienische Rekordmeister an einer Verpflichtung Goretzkas arbeitet und die Verbindungen zu dessen Berateragentur Roof intensiviert hat. Bereits im März wurde über ein Interesse von Juventus berichtet. Die Verantwortlichen in Turin sehen in dem ehemaligen Bayern-Star einen Führungsspieler, der sowohl sportlich als auch charakterlich eine wichtige Rolle im Team einnehmen könnte.
Finanzielle Hürden für Juventus
Konkrete Fortschritte bei den Verhandlungen sollen bisher ausgeblieben sein. Der Grund dafür sind laut dem Bericht die finanziellen Vorstellungen des deutschen Nationalspielers. Goretzka soll für seine Unterschrift ein Handgeld von rund zehn Millionen Euro fordern. Zusätzlich wünscht er sich ein Netto-Gehalt von sieben Millionen Euro pro Saison. Zum Vergleich: Beim FC Bayern erhielt er rund 17 Millionen Euro brutto pro Jahr.
Für Juventus, das die vergangene Saison ohne Qualifikation für die Champions League beendet hat, stellt dieses Gesamtpaket eine erhebliche finanzielle Hürde dar. Die hohen Forderungen Goretzkas könnten die Verhandlungen erschweren und den Transfer unwahrscheinlich machen, falls der Verein nicht bereit ist, diese Summen zu zahlen.
Neben Goretzka steht auch der ebenfalls vereinslose Franck Kessié auf der Wunschliste der „Alten Dame“. Kessié, der zuletzt für Al-Ahli spielte, soll mit einem Dreijahresvertrag und fünf Millionen Euro netto pro Jahr zufrieden sein. Damit wäre der Ivorer eine deutlich günstigere Alternative für die Verstärkung des Mittelfelds von Juventus.
Weitere Optionen und Gerüchte um Goretzka
Nach Informationen gibt es neben Juventus weitere Klubs, die Interesse an Goretzka zeigen. Es existieren mehrere Optionen und Anfragen, die der Spieler nach der Weltmeisterschaft in Ruhe mit seinen Beratern und seiner Familie besprechen will. Unter anderem soll der MLS-Klub Chicago Fire seine Fühler nach Goretzka ausgestreckt haben. Bei Chicago Fire spielten bereits bekannte Namen wie Bastian Schweinsteiger und Arne Friedrich. Auch der ehemalige Bayern-Star Robert Lewandowski wechselte in diesem Sommer vom FC Barcelona zu Chicago Fire.
In den vergangenen Wochen war der deutsche WM-Fahrer ein Dauergast in der Gerüchteküche. Erst vor Kurzem wurde berichtet, dass auch ein Wechsel in die spanische La Liga für den ehemaligen Münchner infrage kommen könnte. Hier wurde vor allem Atlético Madrid als potenzieller Abnehmer gehandelt. Ein überraschender Wechsel in die MLS, ähnlich dem „Müller-Weg“, wird ebenfalls als Möglichkeit genannt.
Goretzka hatte den FC Bayern im Sommer nach acht Jahren verlassen, nachdem der deutsche Meister den auslaufenden Vertrag des Nationalspielers nicht verlängert hatte. Die Suche nach einem neuen Verein geht somit weiter, wobei die finanziellen Forderungen des Spielers eine zentrale Rolle in den aktuellen Verhandlungen spielen.

Die Leitung zu Italiens Rekordmeister soll nach einer wochenlangen Funkstille mittlerweile wieder stehen, doch die „Alte Dame“ schreckt noch vor den Millionen-Forderungen des Mittelfeldspielers zurück, die ein Handgeld von zehn Millionen Euro und ein Jahresgehalt von sieben Millionen Euro netto umfassen.
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Source: bild.de