Frankreichs Weg ins Halbfinale
Die französische Nationalmannschaft hat ihre Position als Favorit bei der Fußball-Weltmeisterschaft bestätigt und ist zum dritten Mal in Folge ins Halbfinale eingezogen. Im Viertelfinale setzte sich das Team mit einem 2:0-Sieg gegen Marokko durch. Das Spiel fand vor 63.811 Zuschauern statt, wobei Marokko über weite Strecken chancenlos wirkte.
Angeführt von Kylian Mbappé, erreichte Frankreich das Halbfinale. Der Sieg war hochverdient, obwohl Mbappé einen Elfmeter vergab. Nun trifft Frankreich auf den Gewinner des Duells zwischen Spanien und Belgien, das in Inglewood bei Los Angeles ausgetragen wird.
Die Partie war die Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022, das Frankreich ebenfalls mit 2:0 gewonnen hatte. Für Marokko, das 2022 als erstes afrikanisches Team ein WM-Halbfinale erreicht hatte, endete damit der Traum vom erneuten Einzug in die Runde der letzten Vier.
Spielverlauf und entscheidende Tore
Die Franzosen waren von Beginn an die überlegene Mannschaft, taten sich jedoch lange schwer, die Abwehr von Marokko zu überwinden. Der marokkanische Torhüter Bono zeigte eine herausragende Leistung und parierte mehrere Schüsse, darunter einen von Mbappé und einen Kopfball von Dayot Upamecano.
In der 28. Minute hielt Bono sogar einen Strafstoß von Mbappé. Die Szene war für den Schützen unglücklich, da er lange auf die Ausführung des Elfmeters warten musste. Das Foul von Noussair Mazraoui an Mbappé war klar, doch ein vorangegangener Zweikampf wurde lange überprüft, was zu Diskussionen über die Schiedsrichterleistung führte. Bonos Elfmeter-Statistik bei Weltmeisterschaften ist bemerkenswert: Von neun Schützen konnten ihn nur zwei überwinden.
Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten gelang Mbappé in der 60. Minute das erlösende Führungstor. Von der Strafraumgrenze schlenzte der Stürmer von Real Madrid den Ball ins rechte Eck. Nur sechs Minuten später erhöhte Ousmane Dembélé in der 66. Minute mit einem Flachschuss auf 2:0, was die Entscheidung in der Partie brachte.

Für Frankreich war es der sechste Sieg im sechsten Spiel dieses Turniers. Mbappé hat nun insgesamt 20 WM-Tore erzielt, nur eines weniger als Lionel Messi. Nach seiner Auswechslung in der 77. Minute musste Mbappé seinen Knöchel kühlen, gab aber nach dem Schlusspfiff Entwarnung und betonte, dass es nichts Ernstes sei.
Marokkos Kampf und die Reaktionen
Marokko, das vor dem Spiel eine schlechte Nachricht mit dem Ausfall von Ismael Saibari aufgrund einer Muskelverletzung verkraften musste, fand offensiv kaum statt. Obwohl Trainer Ouahbi die Stimmung vor der Partie anheizte, gehörte die erste Halbzeit einzig der Équipe Tricolore. Die marokkanische Mannschaft stand tief und lauerte auf Umschaltmomente, die jedoch nicht zustande kamen.
Trainer Mohamed Ouahbi zeigte sich enttäuscht, betonte aber, dass sein Team alles gegeben habe und gegen eine großartige Mannschaft gespielt habe. Er räumte ein, dass es seinem Team beim Umschalten an etwas gefehlt habe.
Für Marokko schied mit diesem Spiel das letzte afrikanische Team aus dem Wettbewerb aus. Sechs Spieler des aktuellen marokkanischen Kaders wurden in Frankreich geboren.
Nationaltrainer Deschamps zeigte sich nach dem Spiel zufrieden und betonte die Konzentration seines Teams: „Wir sind ganz ruhig, wir sind in einer Blase. Wir sind hier, um zu gewinnen.“ Er hob hervor, dass es das dritte Halbfinale in Folge sei, was eine gute Leistung darstelle. Deschamps zog mit seinem 25. WM-Spiel als Trainer mit Helmut Schön gleich.
Das Halbfinale für Frankreich findet am Dienstag um 21 Uhr MESZ in Dallas statt.
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Source: welt.de