Wetterlage nach Hitzewelle
Nach einer Phase rekordverdächtiger Hitze bleibt das Wetter in Baden-Württemberg ungemütlich. Obwohl die Temperaturen nicht mehr so extrem hoch sind wie in der Vorwoche, sorgt eine anhaltende Schwüle für Unbehagen. Meteorologe Christian Ehmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) erklärte, dass die erhoffte Abkühlung noch auf sich warten lässt. Die Temperaturen sollen die Woche über verbreitet bei über 25 Grad Celsius liegen, was nicht der allgemeinen Vorstellung von kühl entspricht. Mit Blick auf den Juli wird erwartet, dass die heißeste Phase des Jahres beginnt.
Am vergangenen Wochenende wurden in Waghäusel-Kirrlach im Landkreis Karlsruhe am Samstag vorläufige 41,4 Grad Celsius gemessen. Bereits am Freitag wurde in Waghäusel ein Wert von 40,6 Grad Celsius registriert, was zu diesem Zeitpunkt einen neuen Temperaturrekord im Südwesten darstellte. Diese extremen Werte sind nun zwar nicht mehr zu erwarten, doch die schwüle Witterung bleibt bestehen.
Unwettergefahr und Public Viewing
Für Montag wurden im Laufe des Nachmittags Schauer und Gewitter erwartet. Das größte Risiko für lokale Unwetter durch heftigen Starkregen, Hagel und Sturmböen wurde für Oberschwaben und das Allgäu prognostiziert. Dort könnten in kurzer Zeit etwa 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen und Hagelkörner eine Größe von zwei Zentimetern erreichen. Die genauen Schwerpunkte der Gewitter lassen sich jedoch nicht präzise vorhersagen.
Im Raum Heilbronn gab es hingegen eine Entwarnung für das Public Viewing des WM-Sechzehntelfinales der deutschen Nationalmannschaft. Obwohl Gewitter nicht vollständig ausgeschlossen werden konnten, schätzte Meteorologe Ehmann die Wahrscheinlichkeit im Großraum Heilbronn als „eher unwahrscheinlich“ ein. Er sehe keine Wetterlagen, die das Public Viewing gefährden würden. Die Betreiber des Heilbronner Biergarten Foodcourt, die zwischen 800 und 1000 Fans erwarteten, blickten entspannt auf die Wettervorhersage. Geschäftsführer Stephan Nagel äußerte sich gelassen bezüglich möglicher Regenfälle, da diese vorüberziehen würden.
Die Temperaturen während des Spiels sollten im Raum Heilbronn bei etwa 22 Grad Celsius liegen, mit einer leicht abkühlenden Tendenz im Verlauf der Partie, aber weiterhin über 20 Grad Celsius. Dies wurde als angenehmer Bereich für die Fans beim Public Viewing angesehen, vorausgesetzt, es blieben Regenschauer aus.

Aussichten für die Woche
Die Abkühlung kommt nur schubweise, da die Kaltfront die kalte Luft nicht scharf begrenzt, sondern in Wellen bringt. Dies erklärte Meteorologe Ehmann. Am Dienstag sind bereits am Vormittag wieder Schauer und Gewitter möglich, die im Tagesverlauf häufiger und kräftiger ausfallen und bis in die Nacht andauern könnten. Stellenweise ist erneut mit heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen zu rechnen, wobei es schwülwarm bleibt. Am Rhein könnten die Temperaturen am Dienstag noch einmal 30 Grad Celsius oder etwas mehr erreichen.
Der nächste Schub kühlerer Luft wird für Mittwoch und Donnerstag erwartet, wenn der Hauptteil der Kaltfront über das Land ziehen soll. Der aktuelle Regen sorgt laut Fachleuten nur kurzfristig für Abkühlung und macht die Luft eher noch feuchter, was das Empfinden der Schwüle verstärkt. Ein weiterer Faktor ist, dass insbesondere Städte nach den vergangenen heißen Tagen noch aufgeheizt sind.
Am Mittwoch soll es anfangs vor allem in den östlichen Regionen noch häufig regnen und gewittern, während es am Rhein weitgehend trocken bleiben könnte. Für Donnerstag wird wechselnd bewölktes und trockenes Wetter vorhergesagt, bevor es in der Nacht zum Freitag gebietsweise wieder regnen könnte.
Die deutsche Nationalmannschaft qualifizierte sich trotz einer Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador mit 1:2 als Gruppensieger für das Sechzehntelfinale. Leroy Sané traf nach 110 Sekunden zum 1:0, der Treffer hätte jedoch wegen eines vorangegangenen Foulspiels nicht zählen dürfen. Nilson Angulo (9. Minute) glich für Ecuador aus, und Gonzalo Plata (78. Minute) erzielte nach einer Ecke den Siegtreffer. Das nächste Spiel der deutschen Mannschaft findet am Montagabend um 22.30 Uhr in Boston statt.
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Source: sueddeutsche.de