Niederlande sichern sich Gruppensieg
Die Niederlande haben bei der Fußball-Weltmeisterschaft die K.o.-Runde erreicht und sich als Gruppensieger qualifiziert. Im letzten Vorrundenspiel in Kansas City besiegte die Elftal das bereits ausgeschiedene Team aus Tunesien mit 3:1. Dieser Erfolg gelang trotz widriger Wetterbedingungen, die im Vorfeld des Spiels für erhebliche Sorgen sorgten.
Das Spiel fand vor 68.391 Zuschauern statt. Die Niederländer gingen bereits in der dritten Minute durch ein Eigentor des Frankfurters Ellyes Skhiri in Führung. Nur fünf Minuten später erhöhte Brian Brobbey auf 2:0, was früh die Weichen auf Sieg stellte und die früheste Zwei-Tore-Führung der Niederlande seit 55 Jahren markierte. Nach dem Seitenwechsel sorgte Hazem Mastouri in der 54. Minute kurzzeitig für Spannung, indem er den Anschlusstreffer für Tunesien erzielte. Doch Jan Paul van Hecke beruhigte die Situation für die Niederlande schnell wieder mit seinem Treffer zum 3:1 in der 62. Minute.

Die Mannschaft von Bondscoach Ronald Koeman zeigte sich hochkonzentriert und ließ sich vom Wetter nicht ablenken. Der Europameister von 1988 verpasste zwar eine deutlichere Führung, hatte aber während des Spiels keine größeren Probleme, den Sieg zu sichern. Im Kampf um den Gruppensieg konnten die Japaner im Parallelspiel gegen Schweden nicht mehr aufschließen.
Wetterkapriolen und Sicherheitsmaßnahmen
Vor der Partie war das Wetter ein dominierendes Thema. Der US-Wetterdienst NWS hatte starke Stürme und heftige Regenfälle für den Nachmittag und Abend angekündigt. Tatsächlich gab es in den Stunden vor dem Anpfiff Wolkenbrüche und Gewitter. Dies führte zu einem ähnlichen Szenario, wie es bereits beim Spiel zwischen Frankreich und dem Irak in Philadelphia der Fall war, das wegen Unwetters lange unterbrochen werden musste. Eine Spielverschiebung stand zeitweise im Raum.
Das Fanfest in Kansas City, bei dem sich rund 25.000 Anhänger der Elftal im berühmten P&L District versammelt hatten, wurde bereits um 14 Uhr Ortszeit geschlossen, nachdem gegen Mittag Regen und Donner eingesetzt hatten. Auch im Stadion wurden umfassende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Zuschauer durften zunächst nicht ins Stadion des NFL-Clubs Kansas City Chiefs. Rund anderthalb Stunden vor dem Anpfiff gab es jedoch Entwarnung, da die Gewitterwolken vorbeigezogen waren und das Spiel pünktlich angepfiffen werden konnte.
Die Fans, die bereits im Stadion waren, wurden aufgefordert, die Arrowhead-Arena zu verlassen und Schutz zu suchen. Diejenigen, die sich noch draußen befanden, sollten in ihren Autos Schutz suchen. Anzeigetafeln vor dem Stadion warnten die Fans mit der Nachricht: „Due to severe weather threat please take shelter in your vehicle“. Das Pressezentrum wurde ebenfalls evakuiert, und Journalisten wurden angewiesen, im Tunnel des Stadions Schutz zu suchen. Sogar vor Überflutungen wurde gewarnt, und Fans, die mit Shuttlebussen angereist waren, durften die Busse am Stadion nicht verlassen.
Trotz der Warnungen und der Evakuierungen konnte das Spiel pünktlich um 18 Uhr von Schiedsrichterin Katia Garcia aus Mexiko freigegeben werden. Oranje-Kapitän Virgil van Dijk, der beim FC Liverpool in der englischen Premier League unter Vertrag steht, zeigte sich im Vorfeld gelassen. Er bemerkte, dass es in der Region oft regne und dies für ihn nichts Besonderes sei. Diese Einstellung spiegelte sich in der konzentrierten Leistung seiner Teamkollegen wider, die frühzeitig für klare Verhältnisse auf dem Spielfeld sorgten.
Ausblick auf die K.o.-Runde
Mit dem Gruppensieg haben sich die Niederlande eine gute Ausgangsposition für die K.o.-Runde verschafft. Das Team trifft nun in der Nacht zu Dienstag im Sechzehntelfinale auf Marokko. Die Mannschaft von Jan Paul van Hecke, der nach der Saison für 60 Millionen Euro von Brighton zu Tottenham wechseln wird, zeigte sich trotz der äußeren Umstände stabil und zielstrebig. Die Niederlande schließen die Vorrunde ohne Niederlage ab und blicken optimistisch auf die kommenden Herausforderungen im Turnier.
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Source: web.de