DFB-Team unterliegt Ecuador: Undav und Musiala kritisieren Mentalität nach Niederlage

DFB-News: Undavs Fazit nach DFB-Niederlage - "Sie wollten den Sieg mehr"

DFB-Team verliert gegen Ecuador

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr letztes Gruppenspiel bei der WM 2026 gegen Ecuador mit 1:2 verloren. Trotz einer frühen Führung durch Leroy Sané in der 2. Minute, die nach einem Foul von Aleksandar Pavlovic umstritten war, drehten Nilson Angulo in der 9. Minute und Gonzalo Plata in der 78. Minute die Partie zugunsten der Südamerikaner. Diese Niederlage beendete die Siegesserie des DFB-Teams, obwohl der Einzug in die K.o.-Phase als Gruppensieger bereits feststand.

Die Partie fand im WM-Finalstadion in New York/New Jersey statt. Die deutsche Auswahl hatte bereits zwei Siege in der Gruppenphase verbuchen können. Für Ecuador bedeutete der Sieg den Einzug in die Runde der letzten 32 als einer der besten Gruppendritten.

Kritik an der Mentalität

Nach der Niederlage äußerten sich die deutschen Spieler Deniz Undav und Jamal Musiala kritisch zur Mentalität des Teams. Undav stellte fest, dass Ecuador „griffiger und ekliger“ gewesen sei und den Sieg „mehr“ gewollt habe. Auch Musiala sah die Ecuadorianer im kämpferischen Bereich im Vorteil, da sie „ein bisschen mehr Hunger und Intensität ins Spiel gebracht“ hätten.

Bundestrainer Julian Nagelsmann reagierte verärgert auf die Frage, ob das Wissen um den Gruppensieg das Engagement der Spieler gemindert habe. Er betonte, dass er keinem Spieler vorwerfen könne, nicht alles gegeben zu haben, und bezeichnete die Annahme als „Quatsch“. Er merkte an, dass Ecuador mehr Risiko eingegangen sei und das deutsche Team anders gewechselt hätte, wenn ein Tor zwingend nötig gewesen wäre.

Deniz Undav
Deniz Undav Credit: sportschau.de

Internationale Reaktionen und Ausblick

Die internationale Presse reagierte auf die Niederlage der deutschen Nationalmannschaft. In England wurde das Comeback Ecuadors gelobt, während in Italien die Leistung des Underdogs gefeiert und die Unsicherheit von Manuel Neuer kritisiert wurde. Spanische Zeitungen sahen in der deutschen Mannschaft einen abnehmenden Titelanwärter, während in Ecuador der historische Sieg gefeiert wurde.

In Frankreich wurde den Deutschen empfohlen, das enttäuschende Spiel schnell zu vergessen. Auch in Österreich und der Schweiz wurde die Schwäche der deutschen Mannschaft thematisiert, während in Dänemark und den Niederlanden die Aufstellung diskutiert wurde, insbesondere da Deutschland bereits als Gruppenerster feststand.

Die DFB-Elf spielt ihr Achtzehntelfinale am Montag um 22.30 Uhr, der Gegner steht noch nicht fest. Für Nico Schlotterbeck ist die WM nach einem Bänderriss im Knöchel beendet, er unterstützte das Team jedoch moralisch. Nathaniel Brown, ein Shootingstar der WM 2026, musste aufgrund von Adduktorenproblemen pausieren und wurde durch David Raum ersetzt.

Nadiem Amiri schrieb mit seinem Einsatz gegen die Elfenbeinküste Geschichte als erster afghanischstämmiger Spieler bei einer WM.

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Source: sportschau.de

Felix Brandt

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.