Norwegische Rotation im Spiel gegen Frankreich und die möglichen Auswirkungen auf die K.o.-Runde

WM 2026: Thema Gruppensieg - Norwegische Rotation mit Hintergedanke?

Rotation bei Norwegen im Spiel gegen Frankreich

Im entscheidenden Gruppenspiel der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Norwegen und Frankreich, das um 21 Uhr begann, setzte der norwegische Trainer Stale Solbakken auf eine nahezu komplette Rotation. Im Vergleich zum vorherigen Spiel gegen den Senegal, das 3:2 endete, wurden zehn neue Spieler in die Startelf berufen. Selbst Top-Star Erling Haaland nahm zunächst auf der Bank Platz, während lediglich Fredrik Aursnes seine Position in der Startformation behielt.

Auf der anderen Seite trat Frankreich, angeführt von Kylian Mbappé und Michael Olise, mit einer starken Offensive an. Das Spiel fand vor dem Hintergrund statt, dass der Sieger der Gruppe I ein möglicher Gegner für das DFB-Team im Achtelfinale sein könnte.

Die frühe Phase des Spiels zeigte eine dominante französische Mannschaft. Bereits nach 20 Sekunden hatte Mbappé eine große Chance, als ein Pass auf die rechte Seite durchrutschte und er den Ball aus spitzem Winkel an die Unterkante der Latte schoss. In der 7. Minute erzielte Ousmane Dembélé die frühe Führung für Frankreich. Nach einem Ballverlust der Norweger im Mittelfeld spielte Mbappé einen Steilpass auf Dembélé, der aus 15 Metern ins linke Eck traf.

Trotz der Führung versuchte Norwegen, sich ins Spiel zu kämpfen. Ein Abschluss von Thorstvedt aus der Distanz in der 11. Minute stellte jedoch keine große Herausforderung für den französischen Torhüter dar. In der 10. Minute erhielt Patrick Berg von Norwegen die erste Gelbe Karte der Partie, nachdem er Olise festgehalten hatte.

In der 14. Minute hatte Norwegen eine große Chance zum Ausgleich, als Aursnes von halblinks in den Strafraum flankte und Strand Larsen den Ball aus zehn Metern über das Tor schoss.

Spielverlauf und weitere Tore

Die französische Offensive zeigte weiterhin ihre Klasse. In der 20. Minute erhöhte Ousmane Dembélé auf 2:0. Mbappé setzte sich im Mittelfeld durch und spielte Dembélé an, der den Ball aus 19 Metern ins lange Eck schlenzte. Nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff verkürzte Norwegen jedoch. In der 21. Minute erzielte Thelo Aasgaard den Anschlusstreffer zum 1:2. Nach einem Vorstoß über links spielte Andreas Schjelderup den Ball zu Aasgaard, der aus 15 Metern flach ins linke Eck traf.

Das Spiel blieb unterhaltsam, und in der 32. Minute stellte Dembélé mit seinem dritten Treffer den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, indem er aus 14 Metern ins linke Eck traf. Die Partie wurde von Schiedsrichter Michael Oliver aus England geleitet, der bereits vier WM-Einsätze vorweisen kann.

Die Ausgangslage in Gruppe I war vor dem Spiel klar: Frankreich und Norwegen hatten jeweils sechs Punkte, während der Irak und der Senegal punktlos waren. Frankreich hätte den Gruppensieg bereits mit einem Unentschieden gesichert, da sie ein besseres Torverhältnis aufwiesen. Norwegen benötigte einen Sieg, um an die Spitze zu springen.

Mögliche Wege in der K.o.-Runde

Der Gruppensieger würde im Achtelfinale zunächst auf einen Gruppendritten treffen. Mögliche Gegner wären Schottland oder Paraguay. Auch die Dritten aus den Gruppen G und H, die derzeit Belgien und Kap Verde sein könnten, wären Optionen. Im weiteren Verlauf könnten im Achtelfinale Deutschland, im Viertelfinale die Niederlande und im Halbfinale Spanien warten.

Für den Zweitplatzierten der Gruppe I würde der Weg im Sechzehntelfinale am Dienstag um 19:00 Uhr in Dallas gegen die Elfenbeinküste beginnen. Anschließend würde der Gewinner der Partie zwischen Japan und Brasilien warten. Auf dem Weg ins Finale könnten dann England und Argentinien mögliche Gegner sein, vorausgesetzt, sie gewinnen ihre jeweiligen Spiele.

Abseits des Spielfeldes gab es auch eine Schweigeminute für die Opfer der Erdbeben in Venezuela, bei denen die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 920 gestiegen ist. Diese Gedenkminute fand 50 Sekunden vor den Anstößen aller Spiele am Freitag und in der Nacht zu Samstag statt, wobei sich die Spieler rund um den Mittelkreis aufstellten.

Eingestürzte Häuser in La Guaira, Venezuela
Eingestürzte Häuser in La Guaira, Venezuela Credit: sportschau.de

Ein weiteres Thema war das als „Pride Match“ deklarierte Spiel zwischen Ägypten und dem Iran. Der ägyptische Nationaltrainer Hossam Hassan betonte, sich ausschließlich auf den Fußball zu konzentrieren. Die FIFA hatte zuvor erklärt, die Weltmeisterschaft als „inklusives Ereignis“ zu betrachten und Regenbogenfahnen sowie andere Flaggen, die für sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität stehen, gemäß dem Verhaltenskodex für die Stadien der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zu erlauben.

In Kansas City gab es zudem einen emotionalen Moment auf der Tribüne, als eine Oranje-Anhängerin ihrem Partner einen Heiratsantrag machte, der angenommen wurde. Das Spiel zwischen den Niederlanden und Tunesien, das 3:1 endete, wurde für das Paar zur Nebensache.

Ecuador feierte derweil in Berlin den Einzug ins Achtelfinale nach einem Sieg über Deutschland (2:1), was den erstmaligen Einzug in die K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft seit 20 Jahren markiert. Die 0:3-Niederlage der Tschechen gegen Mexiko war das letzte Länderspiel für den Bundesliga-Profi Patrik Schick, der seine Karriere in der Nationalmannschaft beendete und dies auf Instagram bekannt gab.

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Source: sportschau.de

Felix Brandt

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.