Ermittlungen nach dem WM-Finale
Der Fußball-Weltverband Fifa hat eine Untersuchung gegen Argentinien eingeleitet. Dies geschieht aufgrund von Vorfällen, die sich nach dem WM-Endspiel zwischen Spanien und Argentinien ereigneten. Das Disziplinarkomitee des Weltverbandes hat entsprechende Schritte unternommen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Mehrere internationale Medien, darunter die Nachrichtenagentur AP und der britische Sender Sky, zitieren aus diesem Dokument.
Die Untersuchung konzentriert sich auf mögliche Verstöße gegen den Fifa-Disziplinarcode. Ein Disziplinar- und Ethikermittler wurde ernannt, um die Vorkommnisse nach dem Spiel zu prüfen. Diese Maßnahmen könnten weitere Konsequenzen haben, die über die bereits erfolgte Rote Karte hinausgehen.
Vorfälle auf dem Spielfeld
Nach dem Schlusspfiff des WM-Endspiels kam es zu Auseinandersetzungen auf dem Rasen des WM-Stadions in New Jersey. Der argentinische Spieler Leandro Paredes zeigte nach der 0:1-Niederlage gegen Spanien nach der Verlängerung eine Tätlichkeit. Er schubste zunächst Eric Garcia. Als Spaniens Gavi hinzukam, packte Paredes dessen Trikot, traf ihn mit der Hand im Gesicht und stieß ihn zu Boden. Berichten zufolge sah Paredes daraufhin die Rote Karte.

Videoaufnahmen zeigen zudem, wie der argentinische Co-Trainer Roberto Ayala den spanischen Spieler Dani Olmo schlug. Die Mitteilung der Fifa nennt Paredes nicht namentlich, aber die Ermittlungen könnten sich auch gegen Nahuel Molina und Roberto Ayala wegen möglichen Fehlverhaltens richten. Schon während des Spiels hatte sich Paredes am Rande eines Platzverweises bewegt.
Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte der Weltmeisterschaft, dass es nach Spielen der Argentinier zu Auseinandersetzungen kam. Bei der WM 2006 in Deutschland gerieten Spieler der „Albiceleste“ nach dem Viertelfinal-Aus mit deutschen Spielern aneinander. Damals sah der spätere Bundesliga-Star Leandro Cufre die Rote Karte, und auf deutscher Seite wurde Torsten Frings für das folgende Halbfinale gesperrt.
Reaktionen und weitere Konsequenzen
Die Aktion von Paredes sorgte für erhebliche Kritik. Nach Informationen des britischen Senders BBC verwies die Fifa darauf, dass es zum Zeitpunkt der Tätlichkeit keine disziplinarischen Maßnahmen gegen Paredes gegeben habe, obwohl Medienberichte eine Rote Karte erwähnten. Auf der Website der Fifa zum Spiel ist diese ebenfalls nicht aufgeführt.
Die Experten sind sich einig, dass Spanien den Weltmeistertitel verdient gewonnen hat. Sie kritisierten die destruktive Spielweise Argentiniens im Finale. Die Argentinier um Lionel Messi hatten bis in die Schlussminuten keinen einzigen Torschuss und fielen hauptsächlich durch ruppiges Spiel auf. Enzo Fernández wurde in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit nach einem heftigen Foul mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

Die Fifa untersucht die Vorkommnisse nach dem WM-Finale, um mögliche Verstöße gegen den Disziplinarcode zu ahnden.
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Source: bild.de