Riera äußert sich erneut kritisch gegenüber Eintracht-Verantwortlichen

Riera tritt noch einmal nach: "Feiglinge"

Rieras erneute Kritik

Der ehemalige Trainer von Eintracht Frankfurt, Albert Riera, hat sich erneut in einer Instagram-Story zu Wort gemeldet und dabei mutmaßlich gegen Vorstandssprecher Axel Hellmann ausgeteilt, ohne diesen namentlich zu nennen. Riera schrieb, es habe nur zwei Personen gegeben, die Tag und Nacht gearbeitet hätten, um das Durcheinander intern und extern zu beseitigen: Markus Krösche und er selbst.

Er bezog sich auf eine Person, die über ihn gesprochen habe, und bezeichnete diese als „Nobody“, unbekannt und fragte, warum diese Person Geld vom Verein erhalte. Riera fügte hinzu, dass sich in seiner Zeit kein Präsident oder Verantwortlicher gezeigt habe. „Feiglinge sprechen spät und hinter dem Rücken“, so Riera weiter.

Diese Äußerungen folgen auf Hellmanns Kritik in einem Interview, in dem er dem Spanier unter anderem Selbstüberschätzung und mangelnde Reflexion vorgeworfen hatte. Hellmann hatte in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ unter anderem geäußert, dass Riera nicht bereit gewesen sei, sich mit der Bundesliga, dem Verein und dem Umfeld auseinanderzusetzen.

Riera reagierte auf diese Kritik mit den Worten: „Du hast entschieden, über mich zu sprechen. Das mache ich auch!“ Er schimpfte weiter, dass die Eintracht während seiner Amtszeit wie ein Geist gewesen sei. Seiner Ansicht nach seien weder ein Präsident noch Direktoren oder andere Personen präsent gewesen, die wohl nur in guten Momenten auftauchten.

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Albert Rieras Amtszeit in Frankfurt verlief rückblickend betrachtet katastrophal.(Foto:picture alliance / firo Sportphoto) Credit: n-tv.de

Hintergrund der Auseinandersetzung

Der Spanier hatte die Eintracht im Februar übernommen, nachdem sich der Verein von Dino Toppmöller getrennt hatte. Unter Rieras Leitung verpasste der Verein jedoch den Einzug in den Europapokal.

Sportvorstand Krösche hatte nach der Trennung einen Teil der Verantwortung für Rieras Misserfolg übernommen. Er sagte nach dem Saisonabschluss im Mai, dass er Riera in eine Situation gebracht habe, in der dieser kaum die Möglichkeit gehabt hätte, Erfolg zu haben. Krösche bezeichnete das Engagement des Spaniers als seine „falsche Entscheidung“ und „Fehleinschätzung“.

Riera behauptete, er und Krösche seien die einzigen gewesen, die sich von morgens bis abends für den Verein eingesetzt hätten, und betonte, dass sonst niemand dies getan habe.

Weitere Entwicklungen bei Eintracht Frankfurt

In anderen Nachrichten wird der neue Eintracht-Trainer Adi Hütter am Donnerstagabend in Frankfurt erwartet, zwei Tage vor dem Treffpunkt mit der Mannschaft. Am Freitag wird er sein neues Büro im Profi-Camp beziehen, und am Samstag beginnt die Saisonvorbereitung mit Laktat- und Leistungstests. Das erste Mannschaftstraining ist für Montag geplant. Hütter hatte bereits Ende Juni erste Gespräche mit den Kader-Mitarbeitern geführt.

Gerüchte, dass Sportvorstand Markus Krösche ein Kandidat für die Nachfolge von Jürgen Klopp als Fußball-Boss bei Red Bull sei, wurden von Quellen des hr-sport als unbegründet zurückgewiesen. Es hieß, an den Meldungen sei „Nullkommanull“ dran, und ein Wechsel käme aus verschiedenen Gründen nicht in Betracht. Andere Medien hatten Krösche als Top-Favoriten für den Posten genannt, während der Kicker einen Wechsel ausschloss.

Der Wechsel von Abwehrspieler Aurele Amenda zum Premiere-League-Aufsteiger Coventry City steht kurz bevor, wobei nur noch der Medizincheck aussteht. Dieser verzögert sich, da Amenda mit seiner Schweizer Nationalmannschaft am Sonntag im WM-Viertelfinale gegen Argentinien spielt. Die Ablösesumme für Amenda soll 20 Millionen Euro betragen, was sich mit Informationen des hr-sport deckt.

Eintracht Frankfurt zeigt zudem Interesse an Robert Andrich von Bayer Leverkusen als neuem defensiven Mittelfeldspieler. Der Kicker berichtete, dass die Eintracht ihr Interesse an dem Spieler bekundet habe, dessen Zukunft in Leverkusen trotz eines Vertrags bis 2028 offen sei. Andrich wechselte 2021 von Union Berlin nach Leverkusen und gewann 2024 das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Er debütierte 2023 für die deutsche Nationalmannschaft und hat 19 Länderspiele absolviert.

Berichten zufolge wechselt Mittelfeldspieler Noel Aseko vom FC Bayern München zur Eintracht. Der 20-Jährige hatte Angebote aus England, Italien und Spanien, entschied sich aber für Frankfurt, wobei der neue Trainer Adi Hütter ein wichtiger Faktor gewesen sein soll. Die Ablösesumme soll bei zehn Millionen Euro liegen. In der vergangenen Saison war Aseko von den Bayern an Hannover 96 ausgeliehen.

Der ehemalige Eintracht-Profi Ervin Skela, der seit 2020 in verschiedenen Positionen im Nachwuchsleistungszentrum tätig war, verlässt den Verein und schließt sich dem Trainerstab des RC Lens an, um das Team um Cheftrainer Dino Toppmöller zu verstärken. Dies teilte die Eintracht am Mittwoch offiziell mit.

Eintracht-Offensivspieler Ayoube Amaimouni-Echghouyab, bekannt als „Jupp“, hofft auf einen Einsatz für seine Nationalmannschaft Marokkos im WM-Viertelfinale gegen Frankreich am Donnerstagabend. Er hatte in der Gruppenphase bereits zwei Kurzeinsätze gegen Brasilien und Schottland. Im vergangenen Winter wechselte „Jupp“ von der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim zur Eintracht und kam auf 17 Bundesliga-Einsätze.

Der Transfer von Elias Baum zum Hamburger SV ist derzeit ungewiss. Nachdem der Rechtsverteidiger in der vergangenen Saison nur fünf Kurzeinsätze in der Bundesliga hatte, wäre er einem Wechsel nicht abgeneigt. Nach dem Abgang von Rasmus Kristensen zurück nach Dänemark möchte der neue Trainer Adi Hütter Baum, den letzten verbliebenen Rechtsverteidiger, zunächst im Mannschaftstraining begutachten. Sollte die Eintracht jedoch den dänischen Rechtsverteidiger Anton Gaaei von Ajax Amsterdam verpflichten, könnte der Weg für Baum zum HSV frei sein.

Die Eintracht sucht einen Nachfolger für Rasmus Kristensen und hat offenbar Anton Gaaei von Ajax Amsterdam ins Auge gefasst. Der 23-Jährige wechselte vor drei Jahren für 4,5 Millionen Euro von Viborg nach Amsterdam und wurde dort in der vergangenen Saison Stammspieler. Gaaei hat bei Ajax noch zwei Jahre Vertrag.

Vorstandssprecher Axel Hellmann kündigte an, dass die Vereinsspitze im Laufe des Sommers einen Maßnahmenkatalog gegen Pyrotechnik im Stadion erstellen werde. Die Vorfälle beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart mit drei verletzten Zuschauern hätten die Situation stark verändert. Hellmann betonte in einem Interview, dass Böller werfen oder Raketen abfeuern schon immer kriminell gewesen sei und man Pyrotechnik grundsätzlich infrage stellen müsse, was andere Maßnahmen als in der Vergangenheit erforderlich mache. Die Details dazu sollen in den nächsten Wochen veröffentlicht werden.

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Source: hessenschau.de

Felix Brandt

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.